Kleinkredite für Leprainvaliden und Ausstattung der Lepradörfer Akata und Koloware

 - Hilfe für die Dörfer der Vergessenen

Projektkurzname:             2 AD Lomé / Togo

Projektnummer:                AC 5627

Projektpartner:                 

Amitié et Action pour le Développement (2 AD)
Koumana Bogra und Jean Koffi Toussah
Lomé/Togo

In Kontakt seit:                  1993

Kooperationspartner:     

Ministère de la Santé, Programme Lèpre/Tuberculose

Unterstützung des Projektpartners durch andere Organisationen:

  • action medeor, Tönisvorst
  • Komera e.V., Westerstede


Geographische Lage:

Zwei ehemalige Lepradörfer Akata (145km nordwestlich von Lomé) und Koloware (340km nördlich von Lomé)

Art der Förderung:

  • Programme zur Schaffung von Einkommensmöglichkeiten für Leprainvaliden
  • Container mit Hilfsgütern zur Unterstützung der Lepra-Kampagne und der beiden Leprazentren

Finanzierung:    

2014-2015: 113.118,06 EUR (2015) + 2.000,00 (Wasserversorgung 2014/2015)


Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Im Jahr 1993 begann der togolesische Pfadfinderverband - in Zusammenarbeit mit der Aktion Canchanabury -  im Rahmen des vom Weltpfadfinderverband propagierten „Scout Leprosy Awareness Programme“, eine umfassende Informations- und Aufklärungskampagne über Lepra. Das Programm sah vor, über gut ausgebildete Multiplikatoren ein landesweites Aufklärungs- und Informationsnetzwerk zu schaffen. Hierzu wurden Pfadfinderleiter in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium intensiv geschult. Diese haben ihr Wissen an die Bevölkerung in den Dörfern weitergegeben und die Pfadfinder vor Ort für diese Aufgabe sensibilisiert und ausgebildet.

Nach sieben Jahren war das Projektkomitee der AST zu der Überzeugung gelangt, dass die Ziele der Aufklärungskampagne weitgehend erreicht worden sind. Aus diesem Grund erhielt die Lepraarbeit einen anderen Schwerpunkt: Die Kampagne wurde auf die sozialen Belange der Betroffenen - vor allem in den ehemaligen Lepradörfern - ausgerichtet (Rehabilitation, Schaffung von Einkommen, Hilfe bei der Bewältigung der alltäglichen Arbeit, Ausstattung der Dörfer etc.).

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Neben der Renovierung der Patientenhäuser und der Wiederherstellung der Infrastrukturen in den Lepradörfern Akata und Koloware konnten durch die Vergabe von Kleinkrediten Einkommensmöglichkeiten für Leprakranke geschaffen werden. Mit dem Geld erhielten die ehemaligen Patienten die Möglichkeit zur Gründung von Kleinstbetrieben (Gartenbau, Kleintierzucht, Schneiderei, Kunsthandwerk, etc.), um eigene Einnahmen zu erzielen. Ein Komitee vergibt die Kredite, entscheidet über die Projektideen, berät die Leprainvaliden bei der Umsetzung und schließt auch den entsprechenden Kreditvertrag mit ihnen ab. Mitarbeiter vor Ort begleiten die Kreditnehmer während der Umsetzungsphase und nehmen eine Kontrollfunktion hinsichtlich des vertragsgemäßen Einsatzes und der Zurückzahlung des Kredits ein.
Ein Teil des zurückgezahlten Geldes steht für weitere Kredite zur Verfügung. Der andere Teil wird für Sozialmaßnahmen eingesetzt, die den Leprainvaliden zugutekommen, die aufgrund der Schwere ihrer Beeinträchtigungen kein eigenes Gewerbe aufbauen können.

Im Rahmen regelmäßiger Containerversände sendet die Aktion Canchanabury seit einigen Jahren auch Hilfsgüter, um 2 AD dringend benötigtes Material für die Betreuung der Leprainvaliden und für die Ausstattung der Lepradörfer sowie mehrerer Gesundheitsstationen und Hospitäler zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

Zurück