Nouvelle Espérance - Prävention und medizinische Betreuung für Aids-Waisen

- Neue Hoffnung für über 3.000 Kinder

Projektkurzname:                            Nouvelle Espérance - Bujumbura

Projektnummer:                               AC 5722

Projektpartner:                                

Nouvelle Espérance
Archidiocèse de Bujumbura
P. Benno Baumeister
Bujumbura / Burundi

Kooperationspartner: Afrikamissionare Weiße Väter/Bujumbura-Burundi

In Kontakt seit: 2007

Geographische Lage:                     

Bujumbura (Hauptstadt Burundis), mit Fokus auf die ärmsten Stadtteile Buyenzi, Butere und Kanyosha

Art der Förderung:                         

Beteiligung an den Kosten für die medizinische Versorgung

Förderung

2014 - 2016: 30.000,00 EUR

2017 – 2019: 30.000,00 EUR


Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Den Menschen, die aufgrund von HIV/Aids ausgegrenzt werden oder durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg traumatisiert sind, neue Hoffnung zu geben und ihnen ganz praktisch zu helfen, das war das Ziel von Pater und Arzt Dr. Ludwig Peschen, als er 1993 die lokale Michtregierungsorganisation „Nouvelle Espérance“ („Neue Hoffnung“) in Bujumbura gründete.

Zielgruppe und Zielsetzung

Früher kamen die meisten der Kinder und Jugendlichen in die Hauptstadt Bujumbura, um im Bürgerkrieg ihr Leben zu retten. Heute kommen sie, weil ihre Eltern an Aids gestorben sind. Die Organisation „Nouvelle Espérance“ versucht alles zu tun, damit sie nicht zu Straßenkindern werden.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Neben vielfältigen Angeboten für Erwachsene in den Bereichen medizinische, psychologische und soziale Betreuung sowie Ausbildung und der Initiierung einkommenschaffender Maßnahmen, engagiert sich Nouvelle Espérance für die ständig steigende Zahl von Aids- und Kriegswaisen und bedürftigen Kindern in schwierigen Lebenslagen (vulnerable children). Im Jahr 2011 hat Nouvelle Espérance die Verantwortung für 3.338 dieser Kinder und Jugendlichen übernommen. Von ihnen leben 520 mit  HIV/Aids, 189 stehen unter anti-retroviraler Behandlung  und 331 erhalten die prophylaktische Behandlung mit Bactrim. Man versucht, den Kindern gezielt in folgenden Bereichen zu unterstützen:

  • psychologische  und soziale Begleitung
  • juristische Begleitung - wenn nötig
  • Rückgliederung in die Familie - wenn möglich
  • Unterstützung für die schulische Ausbildung
  • eine berufliche Ausbildung - wenn möglich
  • wirtschaftliche Unterstützung - wenn möglich
  • medizinische Versorgung

Die Aktion Canchanabury beteiligt sich seit 2011 an den Kosten für die medizinische Versorgung der Aids-Waisen und bedürftigen Kinder. Hierzu gehören unter anderem:

Spezialuntersuchungen:  Alle Untersuchungen, die die Ärzte des Projektes durchführen können, erfolgen vor Ort bei Nouvelle Espérance. Nichtsdestotrotz mussten im vergangenen Jahr 60 Kinder zu weiteren Untersuchungen an spezialisierte Ärzte weitergeleitet werden.

Krankenhausaufenthalte:  Bei Nouvelle Espérance gibt es ein Tageskrankenhaus, das die Patienten morgens aufnimmt und abends wieder entlässt. Dort werden meist spezielle Tests, gezielte Beobachtungen oder zeitintensive Untersuchungen von den Ärzten des Projektes durch­geführt. Die Kranken werden - wenn nötig - danach an ein Krankenhaus weitegeleitet.

Kauf von Medikamenten:  Für einige Kinder, die im Projekt behandelt und gepflegt wurden,  mussten Medikamente beschafft werden, die nicht bereits in der Projekt-Apotheke vorhanden waren.

Medikamente aus der eigenen Apotheke:  Für Erwachsene und Jugendliche, die unter ARV-Behandlung (anti-retrovirale Medikation) sind, erhält das Projekt die ARVs gratis über den Nationalrat CNLS (Conseil National de Lutte contre le SIDA), ebenso wie die nötigen Bactrim. Allerdings reichten die Medikamente, die für die Behandlung der opportunistischen Krankheiten bei Aids-Patienten zur Verfügung gestellt wurden, bei Weitem nicht aus. Aus diesem Grund mussten immer wieder Medikamente hinzugekauft werden, um die ausreichende medizinische Versorgung aller Kinder und Jugendlichen sicherzustellen.


 

 

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