"Mother of Mercy Hospital" in Gidel

- Aktion unterstützt Hospital in den Nuba Mountains durch (medizinische) Hilfsgüter und die Finanzierung der Ausbildung medizinischen Personals

Projektkurzname:                Hospital Gidel/Süd-Sudan

Projektnummer:
                   AC 5724
 
Projektpartner:
                   

Mother of Mercy Referral Mission Hospital

c/o Diocese of El Obeid
Bischof Macram Max Gassis
El Obeid/Sudan und Nairobi/Kenya

In Kontakt seit:                    2010

Kooperationspartner:         

Diocese of El Obeid (Liberated Areas)

Geographische Lage:          

Gidel liegt in den Nuba Mountains im Sudan, in den sog. „Liberated Areas“, Gebieten innerhalb des Sudans, die von der SPLA-N (Sudan People’s Liberation Army-North) kontrolliert werden

Art der Förderung:

  • Ausbildung von lokalem Pflege- und Laborpersonal
  • Emergency Fonds (Beschaffung von Medikamenten, Lebensmitteln etc.)
  • Lieferung von klinischem Bedarf, Verbandsmaterial und med.-tech. Geräten (Hilfsgutcontainer)

Finanzierung:

  • 2011-2016: 699.635,25 EUR  (8 Container mit med. Hilfsgütern und Medikamenten/tlw. in Zusammenarbeit mit Action Medeor)
  • 2014: 20.000,00 EUR  für Ankauf Lebensmittel 2014
  • 2013-2017: 25.100,00 EUR  für die Ausbildung von medizinischem Fachpersonal (tlw. in Zusammenarbeit mit der Diözese Essen)

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Das „Mother of Mercy Hospital“ begann seine Arbeit 2008 auf kleinem Niveau und erweiterte innerhalb weniger Jahre seine Kapazitäten und sein Angebot aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage. In Spitzenzeiten versorgt das Hospital 250 ambulante und 180 stationäre Patienten. Es ist die einzige funktionierende Institution in den Nuba Mountains, die nahezu alle chirurgischen Eingriffe und OPs vornehmen kann.

Nach dem erneuten Ausbruch des Krieges am 05. Juni 2011 wurden fast alle ausländischen Fachkräfte – vornehmlich aus Uganda und Kenia – evakuiert. Derzeit gibt es nur einen Arzt und zwei qualifizierte Krankenschwestern. Das lokale Personal, das sich noch in der Ausbildung befindet, wurde so aufgrund der Umstände „ins kalte Wasser geworfen“. Sie versuchen ihren Job mit großem Engagement im Rahmen ihrer Möglichkeiten und so gut es geht zu erledigen.

Zielgruppe und Zielsetzung

Sicherung der medizinischen Versorgung der Menschen in den Nuba-Bergen.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Täglich werden Kranke und Verwundete zum Hospital gebracht, die untergebracht und behandelt werden müssen. Zurzeit werden rund 250 Patienten stationär versorgt und täglich werden es mehr. Um die große Zahl überhaupt unterbringen zu können, hat man Zelte auf dem Gelände des Hospitals aufgeschlagen.

Zurzeit kann das Krankenhaus nur die Patienten medikamentös behandeln, die von sich aus ins Krankenhaus kommen. Was allerdings ebenso wichtig wäre, ist eine gezielte Ausbildung lokaler Gesundheitshelfer, die im Rahmen mobiler medizinischer Erstversorgung und Präventionsarbeit die Menschen in den Dörfern aufsuchen. Auf diese Weise könnten viele andere Krankheiten verhindert, bzw. schon im Frühstadium erkannt und behandelt, werden. HIV/AIDS ist hier zwar noch nicht die größte Problematik, allerdings steigen auch hier die Infektionszahlen.

Aufgrund der aktuellen Situation haben die Verantwortlichen vor Ort die Aktion jedoch gebeten, diese Vorhaben zunächst hinten anzustellen und um Unterstützung bei der Bewältigung der dringlichsten Herausforderungen gebeten. Hierzu gehören die Beschaffung von Notfall-Medikamenten sowie die Finanzierung der Ausbildung von einheimischen Studenten am „Catholic Health Training Institute in Wau/Republik Süd-Sudan, um das qualifizierte ausländische Personal aus Kenia und Uganda zu ersetzen.

Aktuell ist die Aktion die einzige Organisation, die noch Hilfsgutsendungen zum Hospital in Gidel auf den Weg bringt. Durch die undurchsichtige und gefährliche Lage in der Region gestaltet sich das zwar immer schwieriger, zur Freude aller Beteiligten sind bisher jedoch alle Sendungen mit dringend benötigten medizinischen Materialien unbeschadet angekommen.  Zuletzt wurde Ende März 2017 ein weiterer Container von unserem Hilfsgutlager in Bochum auf den Weg in die Nuba-Berge geschickt.

 

 

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