Berufsausbildung für AIDS-Waisen im Bereich Gartenbau im CIDI Training Centre for Gardening and Landscaping

Projektkurzname:                            CIDI School Kampala / Uganda

Projektnummer:                               AC 5604

In Kontakt seit:                                 2009

Projektpartner:                                

Community Integrated Development Initiatives

CIDI Training Centre for Gardening and Landscaping

Ekkehard Spiegel

Kampala / Uganda

 Geographische Lage:                      

Die ugandische Hauptstadt Kampala

Art der Förderung:                          

Finanzierung des Schulgeldes, der Fahrtkosten und der Verpflegung für 20 AIDS-Waisen

Finanzierung:                   

2019 – 2020: 16.000,00 EUR

2017 – 2018: 16.000,00 EUR

2014 – 2016: 24.000,00 EUR

2011– 2013: 16.500,00 EUR

 

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Die Gartenbauschule ist ein Projekt, das durchgeführt wird von CIDI (Community Integrated Development Initiatives). Dies ist eine ugandische NGO (Nichtregierungsorganisation) die sich 1996 in Kampala gegründet hat und verschiedene Entwicklungsprojekte durchführt, beispielsweise zur Verbesserung der Wasserversorgung in Slums, Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung im ländlichen Raum oder Aufklärungskampagnen zum Thema AIDS und Gesundheit.

Zielgruppe und Zielsetzung

Mithilfe des Projekts soll Jugendlichen, die aus verschiedensten Gründen keinen Schulabschluss haben, einen neuen Berufseinstieg eröffnen, indem sie eine zweijährige Lehre erhalten, während der sie alles über Pflanzenanzucht, Gemüseproduktion und das Anlegen von Nutz- oder Ziergärten lernen.

Die Schule richtet sich in allererster Linie an Jugendliche ab 15 Jahren, die zu früh von der Schule abgehen mussten, da sie das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnten, oder durch andere Schwierigkeiten seit längerer Zeit chancenlos sind. Dies sind in vielen Fällen AIDS-Waisen und Kinder aus Slums, die sich das Lehrgeld für andere Ausbildungen nicht leisten können.

 Die aktuelle Arbeit des Projekts

Bislang gibt es in Uganda als Lehrberufe nur relativ wenige Wahlmöglichkeiten wie Schreiner, Schneider, Sekretärin, Frisör, Koch. Die Gartenbauschule versucht ein neues Berufsfeld abzudecken, denn in Uganda wachsen und gedeihen eine unglaubliche Anzahl von tropischen Pflanzen, und da es oft regnet, muss wenig wertvolles Trinkwasser zum Gießen verbraucht werden.

Viele Jugendliche aus der Stadt kommen aus Lebensumständen, die beherrscht sind von Enge, Armut, Dreck und Müllbergen. In der Gartenbauschule kommen sie in ein naturnahes Umfeld. Dies hilft Selbstvertrauen und Kontakt zur Natur aufzubauen. Sie lernen auch, Gemüsegärten auf kleinem Raum anzulegen, um auf diese Weise Nahrungsmittel für wenig Geld in beengten Slumgebieten zu produzieren und diese Methoden an ihre Verwandten und Freunde weiterzugeben.

Einmal im Monat dreht sich der Unterricht um das Thema „Life skills“. Dabei werden Themen wie gewaltfreie Kommunikation, das Thema AIDS, das Verhältnis zwischen den Geschlechtern, häusliche Gewalt, Gesundheit, Zukunftsperspektiven und vieles mehr thematisiert. An dieser Stelle werden professionelle Jugendberater zur Unterstützung herangezogen und mit Theatergruppen und HIV-positiven Gruppen kooperiert.

 

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