AIDS-Initiative für AIDS-Waisen und gefährdete Kinder in Mwingi

Projektkurzname:                AIDS-Waisen Mwingi/ Kenia

Projektnummer:                   AC 5706

Projektpartner:

KASKAM Community Development

c/o Mrs. Rose M. Kasina, Nairobi/Kenya

Kooperationspartner: Achor Valley Project, Nairobi/Kenia

Geographische Lage: Distrikt Mwingi (150 km entfernt von der Hauptstadt Nairobi)

Art der Förderung:

  • Beteiligung an den Kosten für die medizinische Versorgung, die schulische Betreuung und die materielle Unterstützung von 40 Kindern
  • Beteiligung an den Kosten für Kleinkredite an Pflegefamilien, um Einkommen schaffende Maßnahmen zu initiieren

Finanzierung:    

2014-2016:                 22.500,00 EUR

2011-2013:                 22.500,00 EUR

 

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Die AIDS-Initiative in Mwingi geht auf eine Eigeninitiative der Kenianerin Rose Kasina zurück. Ihre tägliche, berufliche Auseinandersetzung mit der AIDS-Problematik ließ in ihr die Idee reifen, auch in ihrer sehr abgelegenen Heimatregion aktiv den Kampf gegen AIDS aufzunehmen. Mit viel Engagement und dem Einsatz ihres privaten Vermögens begann sie in Mwingi eine AIDS-Selbsthilfeinitiative aufzubauen.

Zielgruppe und Zielsetzung

Zentrale Problematiken in der Arbeit im Bereich der AIDS-Hilfe, stellt die gesellschaftliche Stigmatisierung und Ausgrenzung der HIV-Infizierten und ihrer Angehörigen dar. Ängste und der im ländlichen Raum noch weit verbreitete Aberglauben führen sogar häufig dazu, dass die eigenen Familien sich von ihren mit HIV-Infizierten Angehörigen distanzieren.

Daher lautet das Credo der Projektleiterin Rose Kasina:

„Gegen Aberglauben, Unwissenheit und Analphabetismus hilft nur Bildung“. Dementsprechend macht es sich die Initiative zur Aufgabe, die Menschen über die Krankheit, ihre Ursachen, Ansteckungswege und mögliche Präventionsmaßnahmen aufzuklären.

Die aktuelle Arbeit des Projekts
Zwei Freiwilligenteams, für die sich immer mehr aktive Helfer/innen finden, besuchen betroffene Familien in den Dörfern, überzeugen Betroffene sich testen zu lassen, organisieren medizinische Behandlung, betreuen und beraten HIV-Infizierte und ihre Angehörigen, organisieren Pflegefamilien für AIDS-Waisen sowie gefährdete Kinder, sorgen dafür, dass die Kinder zur Schule gehen, etc.

Es entstand ein kleines Zentrum, in dem Alphabetisierungskurse für Erwachsene abgehalten werden. Dort werden auch Kurse für Buchhaltung und Kleingewerbe veranstaltet, um die Familien für eigene, Einkommen schaffende Aktivitäten (Kleintierzucht, Obstanbau, Schneiderei, Kunstgewerbe, etc.) zu trainieren. Nach den Kursen erhalten die Familien als Starthilfe kleine Darlehen, die sie in einen Gemeinschaftsfonds zurückzahlen müssen.

Ferner wurde eine Bibliothek eingerichtet, die allen Bewohnern offen steht. Sie wird von Schülern und Erwachsenen gleichermaßen genutzt. Schüler/innen können hier ihre Hausaufgaben machen und gegebenenfalls von Mitschülern Nachhilfeunterricht erhalten.
Das Projekt legt großen Wert auf seine Eigenständigkeit und ist besonders stolz darauf, dass es bisher ohne Hilfe von außen ausgekommen ist. Die allerdings dramatisch steigende Zahl der AIDS-Waisen im Distrikt Mwingi und die Kosten für Betreuung und Versorgung dieser Kinder sind von der Initiative und von Rose Kasina allein nicht mehr zu finanzieren. Deshalb hat die AIDS-Initiative in Mwingi mit der Aktion Canchanabury eine Kooperation vereinbart, bei der die Aktion sich an den Kosten für die Betreuung von 40 Kindern beteiligt.

 

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