Action Batwa

Verbesserung der Gesundheitsversorgung für die Batwa-Pygmäen in Burundi

Projektkurzname:                            Action Batwa / Burundi

Projektnummer:                               AC 5704

Projektpartner:                                

Action Batwa

c/o Missionnaires d'Afrique
Père Elias Mwebembezi
Bujumbura/Burundi

Kooperationspartner:

  • Afrikamissionare Weiße Väter, Bujumbura-Burundi
  • Afrikamissionare Weiße Väter, Köln

Geographische Lage: Batwa-Siedlungen der Provinzen Bujumbura-Rual,Gitega und Bubanza

Art der Förderung:

  • Beteiligung an den Kosten für die medizinische Versorgung in den Batwa-Siedlungen
  • Finanzierung einer HIV/AIDS-Präventions-Kampagne in den Batwa-Siedlungen

Finanzierung:

2017: 5.000,00 EUR (einmalige Verlängerung für ein Jahr)

2014-2016: 16.500,00 EUR

2011-2013: 15.000,00 EUR


Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Die „Action Batwa“ ist eine lokale, von den Pères Blancs initiierte NGO, die die Bevölkerungsminderheit der Batwa-Pygmäen (2% der Gesamtbevölkerung) in Burundi unterstützt. Vormals von der Jagd lebend, befindet sich dieses Volk heute in einer Situation, die durch einen schmerzhaften Wandel des Lebensstils gezeichnet ist, da ihre traditionelle Lebensform im heutigen Burundi nicht mehr möglich ist. Die gesellschaftliche Integration der Batwas ist sehr schwierig, da dieses Volk von den anderen ethnischen Gruppen oft als eine - häufig landlose - geächtete Volksgruppe angesehen wird. Die traditionelle Einkommensquelle der Batwa-Pygmäen war die Töpferei. Damit ist es ihnen aber heute nicht mehr möglich sich ausreichend zu versorgen. Dies trägt zu einem erheblichen Teil zu ihrer extremen Armut bei. Die Lebensbedingungen, unter denen dieses Volk lebt, werden von den Batwa selbst als Leugnung ihrer Bürgerrechte und Menschenwürde angesehen.

Zielgruppe und Zielsetzung

Das Projekt hat die Verbesserung der Lebensbedingungen und gesundheitlichen Ausgangslage der Bevölkerungsminderheit der Batwa-Pygmäen zum Ziel.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Aufgrund ihrer prekären wirtschaftlichen Lage sind die Batwa-Pygmäen weitgehend von der medizinischen Versorgung abgeschnitten. Dies hat eine hohe Kindersterblichkeitsrate zur Folge.
Um die Situation zu verbessern und den Batwas einen Zugang zur Gesundheitsversorgung zu eröffnen, setzt die Action Batwa auf eine gesundheitliche und medizinische Grundversorgung, Hygiene-, Ernährungs- und Gesundheitserziehung und -beratung, die bereits in den Siedlungen der Batwas beginnt. Diese wird von Sozialarbeitern und Mitgliedern der Gemeinden übernommen, die unter den Batwa-Pygmäen aufgrund ihrer Aufgeschlossenheit und Fortschrittlichkeit gewählt werden.
Ein besonderes Augenmerk legt das Projekt auch auf die gezielte HIV/AIDS-Prävention, da durch die notwendige Öffnung der Batwa-Gesellschaft und aufgrund des tradierten Sexualverhaltens eine besonders hohe Gefährdung für HIV-Infektionen zu erwarten ist.

Das Projekt hat bereits positive Ergebnisse gezeigt, indem zum Abbau von Stigmata und Vorbehalten beigetragen wurde. So könnte der durch das Projekt bewirkte Mentalitätswandel dazu beitragen, die Integration der Batwa in die burundische Gesellschaft zu erleichtern.

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