AIDS-Prävention in einem Jugendzentrum in Kampala

- Aufklärung ist die beste Waffe gegen AIDS

Projektkurzname:                            Sharing Kampala / Uganda

Projektnummer:                               AC 5616

In Kontakt seit:                                 2005

Projektpartner:                                

Sharing Youth Centre

Father Michael Mawelera

Kampala/Uganda

Kooperationspartner: Afrikamissionare Weiße Väter, Kampala

Geographische Lage:

Südlicher Teil Kampalas, der Hauptstadt Ugandas, im Schnittpunkt mehrerer Slums und sozialer Brennpunkte

Art der Förderung: Kostenübernahme für je vier „Behavior-Change-Workshops“ jährlich

Finanzierung:

2017 – 2019: 9.000,00 EUR

2014 – 2016: 3.000,00 EUR

2008 – 2010: 3.000,00 EUR

2007: 1.005,21 EUR

2006: 1.000,00 EUR

2005: 1.000,00 EUR

 

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Das „Sharing Youth Centre“ ist das größte Jugendzentrum in Kampala. Es ist eine Einrichtung der Erzdiözese Kampala und wurde bereits vor fast 30 Jahren von einem Missionar des Ordens der Afrikamissionare Weiße Väter gegründet. Es liegt direkt in einem der größten sozialen Brennpunkte der ugandischen Hauptstadt.

Zielgruppe und Zielsetzung

Das „Sharing Youth Centre“ bemüht sich Jugendliche - insbesondere direkt oder indirekt durch HIV/AIDS Betroffene - mit verschiedensten Angeboten von der Straße zu holen, ihnen eine sinnvolle Aufgabe zu geben und obendrein eine berufliche Perspektive zu eröffnen.

Die HIV-Infektionsrate bei den Jugendlichen in Kampala ist sehr hoch. Viele Jugendliche haben Verwandte durch HIV/AIDS verloren und müssen sich zusätzlich um Familienmitglieder kümmern. Durch Alkoholmissbrauch, Drogen und Prostitution sind Kinder und junge Erwachsene auf der Straße ständig der Gefahr der Ansteckung mit dem Virus ausgesetzt. Um dieser großen Gefährdung der Zielgruppe des Jugendzentrums zu begegnen, bietet die Leitung des Hauses so genannte „Behaviour-Change-Programs“ (Programme zur Verhaltensänderung) an.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Es gibt vielfältige Angebote in den Bereichen Sport, Musik und Theater. Die Basketballmannschaft gehört zu den erfolgreichsten in Uganda.
Das Jugendzentrum bietet auch Ausbildungsplätze für Schreiner, Metallarbeiter, Köche, Hauswirtschaftler/innen und Schneider/innen. Durch den eigenen Catering-Betrieb kann sich das Zentrum teilweise selbst finanzieren. Ferner werden auch Nachhilfeunterricht und Computerkurse angeboten. Eine Bibliothek mit einem „stillen“ Studierzimmer steht allen Besuchern des Hauses offen. Sie ist oft die einzige Rückzugsmöglichkeit für die Jugendlichen, um in Ruhe lernen zu können.

Das Jugendzentrum finanziert sich zum größten Teil selbst, denn die hauseigenen Handwerks- und Ausbildungsbetriebe erhalten zahlreiche Aufträge aus der Region. Daneben ist vor allem die große Veranstaltungshalle des Zentrums ständig für Hochzeiten, Empfänge und viele andere Veranstaltungen gebucht. Das Catering für die Veranstaltungen wird dabei natürlich von den angehenden Köchen/Köchinnen und Hauswirtschaftler/innen gewährleistet.

Mit der HIV/AIDS-Präventionsarbeit in Form von Workshops hat man in Uganda bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt. Das Jugendzentrum bietet daher einen Anlaufpunkt für Fragen und Probleme. In den „Behaviour Change Programs“ erfahren die Jugendlichen viel über die Gefahren und die Übertragungswege von HIV/AIDS.
Mit Rollenspielen und in Gesprächsrunden wird deutlich gemacht, welche Möglichkeiten es gibt, um sich vor einer Infektion zu schützen, und dass man dies am besten durch eine Änderung des eigenen Sexualverhaltens erreicht. Diese Angebote geben den jungen Menschen die Chance, sich intensiv mit der eigenen Situation, den Problemen ihrer Gesellschaft und den Gefahren von HIV/AIDS auseinander zu setzen. Dabei wird vielen von ihnen erstmals bewusst, dass es vor allem in ihrer eigenen Verantwortung liegt, ob AIDS auch ihr Leben zerstören kann. Die Aktion übernimmt die Kosten für diese Präventionsworkshops.

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