RESEP fördert die integrierte ländliche Entwicklung in Ghana

- Motoren der Entwicklung

Projektkurzname:                            RESEP-Damongo/Ghana

Projektnummer:                               AC 5690


In Kontakt seit:                                 
1994

Kooperationspartner:

Stadtwerke Bochum GmbH

Diözese Essen – Zentralabteilung Weltkirche und Mission

Geographische Lage:                      

Damongo (ca. 12.000 Einwohner) im Norden Ghanas, Verwaltungssitz des Kreises West Gonja (größter und am dünnsten besiedelter Distrikt Ghanas)

Projektträger:

Rural Education, Shelter and Environmental Programme (RESEP)

John Kipo Kaara (Leitung)
Damongo - N/R / Ghana

Art der Förderung:

  • Koordinierung der Solar- und Wasserprojekte (mit Stadtwerke Bochum) in Bawena und Bole (2013)
  • Ausstattung von vier lokalen Gesundheitsstationen mit Solarenergie und Solarkühlschränken in Kooperation mit der Diözese Essen (2014)
  • Finanzierung Schulbus und Reparatur Landrover (2012 - 2013)
  • Lieferung von Einrichtung und Ausstattung RESEP International Primary School in Damongo
  • Ausstattung des West Gonja Hospitals in Damongo und des Hospitals in Bole

Finanzierung

2013 - 2016: 45.000,00 EUR + Sachleistungen

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

RESEP ist eine lokale Organisation, die sich 1998 mit dem Ziel gegründet hat, die Landflucht im Norden Ghanas zu stoppen. RESEP will die Lebensbedingungen vor Ort verbessern, um auf diese Weise Anreize für den Einsatz qualifizierter Einwohner für die Entwicklung und aktive Mitgestaltung ihres Lebensraumes zu schaffen und eine Abwanderung in die Städte zu verhindern.

Zielgruppe und Zielsetzung

Die Initiatoren von RESEP haben bereits ein Krankenversicherungssystem in Damongo etabliert. Ausweitung und Qualifizierung der Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder, Schaffung von geeignetem Wohnraum, Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten und nicht zuletzt der Umwelt- und Ressourcenschutz stehen auf der Agenda von RESEP. Außerdem wurden grundlegende Strukturen geschaffen, die eine langfristige Förderung der Region zum Ziel haben, beispielsweise eine stabile Trinkwasserversorgung und die Verbesserung der Abwasserwirtschaft.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Gesundheitswesen

Die gesundheitliche Situation soll durch gezielte Gesundheitserziehungsprogramme in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden verbessert werden. Hier geht es u.a. um Programme, die den Schutz der Trinkwasservorräte und eine Verbesserung der Abwasserwirtschaft zum Ziel haben. Als einen neuen Schwerpunkt haben RESEP und die Aktion bereits 2010 in Kooperation mit den Stadtwerken Bochum damit begonnen, Gesundheitsposten und Stationen in besonders abgelegenen und in der Regenzeit von der Außenwelt isolierten Dörfern mit Solarlicht und Solarkühlschränken auszustatten.

Aufgrund der damit nun verbundenen Verfügbarkeit lebenserhaltender Medikamente, Seren und Impfstoffen, die auf die Kühlkette angewiesen sind, sank die Rate der vermeidbaren Todesfälle in den beiden Test-Dörfern Bawena und Kotito bereits nach kurzer Zeit. In der Folge konnten in 2014 mit Hilfe der Diözese Essen vier weitere Stationen ausgestattet werden.

Bildungswesen

Die Vorschulerziehung gewinnt in Ghana zunehmend an Bedeutung. Da der Schulbesuch Geld kostet, will RESEP durch die Einrichtung von Kindergärten Talente besonders fördern und Eltern bei der Wahl der richtigen Schulform für ihre Kinder beraten. Ein Kindergarten wurde bereits 2000/2001 errichtet und in 2009 in die RESEP International Primary School integriert. Kindergarten und Schule wurden als beste Schule im gesamten Distrikt ausgezeichnet. Die Personalkosten werden durch Elternbeiträge finanziert.

Umweltschutz

Da die Sahelzone sich zunehmend von Burkina Faso aus nach Süden in Richtung Ghana ausbreitet, will RESEP im Bereich der Baumpflanzung tätig werden. Insbesondere durch die Einbeziehung von Bäumen mit wirtschaftlichem Nutzen, die den Mitgliedern von RESEP langfristig ein zusätzliches Einkommen bieten können, soll ein stärkeres Bewusstsein für die Bewahrung des natürlichen Lebensraumes geweckt werden.


 

 

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