Betreuung für AIDS-Waisen und AIDS-Prävention

- Betreuungsprogramm für AIDS-Waisen und AIDS-Prävention in der Mushanga-Health-Unit

Projektkurzname:                            AIDS-Waisen Mushanga / Uganda

Projektnummer:                               AC 5606

In Kontakt seit:                                2006

Projektpartner:

The Grail Community Mushanga

Angelica Nsiimenta

Kabwohe-Sheema/Uganda

Kooperationspartner: Grail National Leadership Team Kampala/Uganda

Geographische Lage:

Projekt mit Sitz in Mushanga, arbeitet in den Distrikten Sheema und Mbarara in der gleichnamigen Diözese Mbarara im Südwesten Ugandas

Art der Förderung: Schulgeld und medizinische und soziale Betreuung für Aids-Waisen

Finanzierung:

2019 – 2021: 45.750,00 EUR

2016 – 2018: 45.000,00 EUR

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

„The Grail“ ist eine internationale Bewegung christlicher Frauen, die weltweit in den Bereichen Überwindung der Armut, medizinische und soziale Programme sowie im Schulwesen tätig ist. In Mbarara unterhält das „Grail“-Team die „Mushanga Health Unit“, die Dienstleistungen in den Bereichen Behandlung, Prävention, Hauspflege, Beratung, Gesundheitserziehung, Schulgesundheitsprogramme sowie Bio-Anbau anbietet. 2003 startete ein spezielles "Home-Care-Programme", bei dem die Mitarbeiter/innen die HIV/AIDS-Patienten in den Gemeinden besuchen. Sie behandeln die Kranken zu Hause und solche, die zu krank sind, bringen sie zur weiteren Behandlung in das Gesundheitszentrum.

Zielgruppe und Zielsetzung

Erklärtes Ziel der Arbeit des Grail-Teams ist es, durch gezielte Informations- und Präventionsarbeit die Quote der HIV-Neuinfektionen im Einzugsbereich des Projektes langfristig zu senken. Ferner geht es darum, die medizinischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen für die Betroffenen zu mildern, wobei ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit mit AIDS-Waisen zukommt.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Im Moment werden rund 150 Patienten betreut, die mit dem HIV/AIDS leben. Ca. 450 Kinder von AIDS-Kranken und Opfern der Krankheit sind zurzeit registriert, sowohl Vollwaisen als auch Halbwaisen im Alter von 5-18 Jahren. Wenn bei den Eltern die Krankheit ausbricht, können die Kinder oft nicht weiter zur Schule gehen. Viele müssen zu Hause bleiben und sich um ihre Eltern kümmern, andere werden von Verwandten aufgenommen.

Es gibt nicht eine Familie in der Region, die nicht von HIV/AIDS betroffen ist. Die AIDS-Waisen brauchen Aufmerksamkeit, Betreuung und ganz praktische Unterstützung. Denn schlechte Ernährung, katastrophale hygienische Bedingungen und armselige Schlafmöglichkeiten führen dazu, dass viele der Kinder häufig krank werden und unregelmäßig bzw. nicht zur Schule gehen können. Viele der Kinder sind durch den Verlust ihrer Eltern stark traumatisiert und bedürfen intensiver Betreuung und Seelsorge.

Über die AIDS-Patienten kommen die Mitarbeiter des „Grail“ mit den betroffenen Kindern in Kontakt. Sie lernen sie u.a. bei den Hausbesuchen kennen, andere treffen sie bei schulübergreifenden Aufklärungskampagnen des „Grail“ und die, die sich um ihre HIV/AIDS erkrankten Eltern kümmern, in den Gesundheitszentren.

Für diese Kinder bietet das „Grail“-Team das Programm „Bildung für das Leben der Jugend“ an. Dort erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich über ihre Sorgen im Alltag auszutauschen. Es werden beaufsichtigte Bildungsprogramme angeboten, in denen Jugendliche sich gegenseitig während der Ferien unterrichten. Auf Gemeindeebene werden Freiwillige ausgebildet, die als Berater in den Gemeinden arbeiten und jeweils zehn Familien betreuen. Sie erstellen zudem regelmäßige Berichte über die Situation der betreuten Familien und Kinder. Insbesondere bei der Durchführung von AIDS-Präventionskursen arbeitet das Projekt eng mit Lehrern und Gemeindemitgliedern zusammen.

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