Betreuungs- und Aufklärungsprogramm für AIDS-Waisen in Masaka

Betreuungs- und Aufklärungsprogramm für AIDS-Waisen in Masaka

Projektkurzname:                            AIDS-Waisen Masaka / Uganda

Projektnummer:                               AC 5614

Projektpartner:                                

The Grail-Centre-Kitovu                                                                                                                                      Schwester Maria Nantege                                                                                                                        Masaka/Uganda

Kooperationspartner: The Grail/Kampala, Uganda

Geographische Lage:

Diözese Masaka, im Süden Ugandas direkt am Viktoriasee

Art der Förderung:                         

  • Schulgeld für Aids-Waisen
  • Medizinische und soziale Betreuung der Aids-Waisen
  • Schulung der „Guardians“

Finanzierung:

2014 – 2016: 60.000,00 EUR

2008 – 2010: 60.000,00 EUR

2000  – 2007: 100.000,00 EUR

Hintergrund und Entstehungsgeschichte:
Jedes Jahr sterben in Uganda ca. 80.000 Menschen an AIDS. Immer mehr Kinder verlieren ihre Eltern, die der Krankheit zum Opfer fallen. Ein Teil dieser Kinder ist bereits von Geburt an selbst infiziert.

Zielgruppe und Zielsetzung

Ziel der Arbeit des Grail-Centre Kitovu ist es, durch gezielte Präventionsarbeit im Rahmen der „Community Based Health Care“ die Quote der HIV-Infektionen im Einzugsbereich des Projektes langfristig zu senken. Ferner sollen die medizinischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen für die Betroffenen abgemildert werden, wobei ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit mit den AIDS-Waisen zukommt. Somit ist die Zielgruppe des Projektes AIDS-Waisen in der Region Masaka.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Schwerpunkt der Arbeit ist die so genannte „Community Based Health Care“ (Gemeindeorientierte Gesundheitsfürsorge). Hierzu gehören neben der Ausbildung und Begleitung von ehrenamtlichen Gesundheitshelfern in den Dörfern, dem Angebot von Kursen zur Gesundheits- und Hygieneerziehung und dem organischem Landbau, vor allem auch die Betreuung von AIDS-Waisen und die AIDS-Prävention in sechs Communities um Masaka. Spezifisch bilden hier die Bereitstellung von Schulgeld, die medizinische Betreuung der Waisen und so genannte „Behaviour Change Programs“ (Programme zur Verhaltensänderung) die zentralen Arbeitsfelder des Grail.

In Zusammenarbeit mit örtlichen Selbsthilfegruppen versucht der Projektpartner alles, damit die Kinder möglichst in ihrer vertrauten Umgebung weiterleben können und nicht in Waisenhäuser aufgenommen werden müssen. Ziel ist die Unterbringung in Pflegefamilien, allerdings ist dies aufgrund der großen Zahl der Waisen nicht immer möglich.

Die lokalen Selbsthilfegruppen in den umliegenden Kommunen - aber auch Verwandte und Nachbarn (sog. „Guardians“) - unterstützen die älteren Waisen, die sich um ihre jüngeren Geschwister in so genannten „Kinderhaushalten“ kümmern. Die Eigentumsrechte der Kinder werden vom ugandischen Staat garantiert, damit ihnen für ihre weitere Zukunft Haus, Vieh und Grundstück erhalten bleiben.

Eines der größten Probleme stellt die schulische Ausbildung dieser Kinder dar. Offiziell ist der Besuch der Grundschule in Uganda zwar kostenlos, doch aufgrund der schlechten finanziellen Ausstattung der Schulen, wird lokal je nach Bedarf Schulgeld erhoben. Hier setzt u.a. die Hilfe der Aktion an. Um den Waisen eine Zukunft zu eröffnen, werden aus Projektmitteln u.a. das Schulgeld, Schuluniformen und Schulbücher bezahlt.

 

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