Medizinische und soziale Betreuung von AIDS-Waisen in Kampala

- Chance auf eine bessere Zukunft

Projektkurzname:                            AIDS-Waisen Lubaga / Uganda

Projektnummer:                               AC 5610

Projektpartner:                                

Counselling & Home Care Section
Lubaga Hospital
Resty Ndagano
Kampala/Uganda

Geographische Lage:

In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, und in einigen umliegenden Dörfern und Gemeinden

Art der Förderung:                         

    • Übernahme des Schulgeldes für 750 mittellose AIDS-Waisen
    • Finanzierung der Maßnahmen zur sozialen Betreuung der AIDS-Waisen
    • Finanzierung von Behaviour-Change-Programs im Rahmen der AIDS-Prävention
    • Zusatzförderung: Übernahme der Personalkosten für eine Stelle im Public Health Department (PHD)

Finanzierung:

2017 - 2019: 105.000 EUR

2016 – 2018: 7.200,00 EUR

2014 – 2016: 90.000,00 EUR

 

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

In Uganda starben und sterben jedes Jahr Tausende Menschen an AIDS. Die rasante Ausbreitung ist u.a. eine Folge des langjährigen Bürgerkrieges und der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse. Es leben ca. eine Millionen Kinder in Uganda, die wenigstens einen Elternteil durch AIDS verloren haben. Ein Teil von ihnen ist bereits von Geburt an selbst infiziert.

In den letzten Jahren war die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Uganda aufgrund der offensiven Aufklärungs- und Präventionsarbeit zurückgegangen. Doch nachdem die Gelder für AIDS-Prävention wieder zurückgefahren wurden und die Regierung einen Richtungswechsel in der Aufklärungsstrategie vollzog, bei dem nicht mehr der Gebrauch von Kondomen, sondern die Abstinenz im Vordergrund steht, steigen die Infektionszahlen erneut an. Demzufolge steigt auch die Zahl der AIDS-Waisen.
Das Lubaga Hospital in der Hauptstadt Kampala ist ein Krankenhaus mit 320 Betten. Im stationären Bereich sind über 80 Prozent der aufgenommenen Patienten HIV-positiv. Monatlich sterben etwa 30 Patienten an den Folgen der Immunschwächekrankheit.

Die „Counselling & Home Care Section“ des Lubaga-Hospitals in Kampala bietet seit vielen Jahren verschiedenste Maßnahmen zur medizinischen und sozialen Betreuung von AIDS-Waisen an. Die Einrichtungen vor Ort reagieren damit auf eine Entwicklung, die sich im letzten Jahrzehnt zu einer nationalen Katastrophe ausweitete.

Zielgruppe und Zielsetzung

In Zusammenarbeit mit örtlichen Selbsthilfegruppen versucht unser Projektpartner zu erreichen, dass die Kinder möglichst in ihrer vertrauten Umgebung weiterleben können und nicht in Waisenhäuser aufgenommen werden müssen. Ziel ist die Unterbringung bei Verwandten oder in Pflegefamilien. Doch bei der großen Zahl der Waisen ist dies nicht immer möglich. Die Selbsthilfegruppen in den umliegenden Stadtteilen und Kommunen - aber auch Verwandte und Nachbarn (sog. "Guardians") - unterstützen die älteren Waisen, die sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern. Die Eigentumsrechte der Kinder werden nach dem Tod der Eltern vom ugandischen Staat garantiert. So bleiben ihnen der Besitz an Haus, Grundstück und Vieh für ihre weitere Zukunft erhalten.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Im Lubaga Hospital gibt es eine spezielle Abteilung, die sich unter Leitung von Schwester Resty Ndagano um die wachsende Zahl der AIDS-Waisen in und rund um Kampala kümmert. Die „Counselling and Home Care Section“ des Krankenhauses bemüht sich darum, dass möglichst viele AIDS-Waisen in ihrer gewohnten Umgebung bei Verwandten bzw. Pflegeeltern untergebracht oder von so genannten „Guardians“ betreut werden. Das Team sorgt in Zusammenarbeit mit örtlichen Selbsthilfegruppen und Dorfkomitees dafür, dass die Kinder zur Schule gehen, die medizinische Versorgung und die Wahrung der Eigentumsrechte sicher gestellt sind. Resty und ihr Team versuchen den Kindern in ihrer Not beizustehen und ihnen durch verschiedene Maßnahmen eine Chance auf eine bessere Zukunft zu eröffnen.

Eines der größten Probleme stellt die Schulbildung dieser Kinder dar. Offiziell ist der Besuch der Grundschule (Primary School) in Uganda kostenlos, doch aufgrund der schlechten Finanzausstattung der Schulen, wird - je nach Bedarf - lokal Schulgeld erhoben. Hier setzt u.a. die Hilfe der Aktion Canchanabury an. Um den Kindern eine Zukunft zu eröffnen, bezahlt das Lubaga-Hospital das Schulgeld, die Schuluniformen und Schulbücher aus Projektgeldern der Aktion.
Seit 2004 unterstützt die Aktion zusätzlich besonders begabte Kinder, damit diese nach der Primary School noch die weiterführende Secondary School besuchen können. Die Kinder sollen eine Ausbildung entsprechend ihrer Begabung und damit eine Chance auf eine bessere Zukunft bekommen.

 

Zurück