Betreuung von Aids- und Bürgerkriegswaisen

- Hilfe für elternlose Babys und Kleinkinder

Projektkurzname:                            AIDS-Waisen Kitgum/Uganda

Projektnummer:                               AC 5618

In Kontakt seit:                                 2002

Projektpartner:                                 St. Joseph's Hospital, Kitgum-Uganda

Kooperationspartner:                         World Food Programme (WFP)

Geographische Lage:

Der Kitgum District liegt im Norden Ugandas, im so genannten Acholi-Land, an der Grenze zum Süd-Sudan

Art der Förderung:                                         

  • Beteiligung an den Betriebskosten des Kitgum Infant Care Centres
  • Übernahme der Kosten für die Betreuung und Versorgung der Kinder (Babynahrung, Training der Guardians, Betreuung der Pflegefamilien, etc.)

Finanzierung:

2014 – 2016: 22.500,00 EUR

2011 – 2013: 22.500,00 EUR

2008 – 2010: 30.000,00 EUR

2005 – 2007: 30.000,00 EUR

2004: 10.500,00 EUR

 

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

Im Kampf gegen die Regierungstruppen zogen die Rebellen der „Lord Resistance Army“ (LRA) jahrzehntelang mordend, plündernd und vergewaltigend durch die Dörfer im Acholi-Land im Norden Ugandas. Die Gewalt richtete sich mehr und mehr gegen die eigene Bevölkerung, für die sie vermeintlich kämpften. Die Dörfer und Weiler wurden überfallen, die Erwachsenen getötet und die Kinder entführt, um sie zu Kämpfern der LRA zu machen. Viele Eltern brachten ihre Kinder abends zu den Missionsstationen und kirchlichen Krankenhäusern, um sie so vor dem Zugriff der Rebellen zu schützen.

Die Kinder mussten während des über 18 Jahre dauernden bewaffneten Konflikts sehr früh erwachsen werden: Individualismus und Gewalt prägen diese Heranwachsenden. Viele kennen die Werte, Sicherheit und Vertrautheit der Gemeinschaft und der Familie nicht mehr.

HIV/AIDS breitete sich durch Vergewaltigungen, schlechte Lebensbedingungen und Armut sehr schnell aus, sodass immer mehr Kinder ihre Eltern verlieren. Zudem hat Kitgum die höchste Kindersterblichkeit in Uganda. Die Mütter sterben während der Wehen oder nach der Geburt immer häufiger aufgrund von HIV/AIDS.

Das „Kitgum Infant Orphan Care Center“ wurde im Juli 2002 von einer Gruppe von Männern und Frauen, sogenannten „Caretakers“, gegründet, die sich um diese Kinder kümmern. Es nahm sich zu Beginn speziell der Waisen im Alter von 0 - 5 Jahren an, die ihre Eltern durch die Massaker der Rebellen verloren hatten. Die Babys und Kleinkinder waren häufig die einzig Überlebenden der Massaker der LRA.

Zielgruppe und Zielsetzung

Heute nimmt das Zentrum vor allem Kinder auf, die ihre Eltern durch HIV/AIDS verloren haben. Das Zentrum ist das einzige Projekt dieser Art in der Region, das sich um diese Kinder kümmert.

Die aktuelle Arbeit des Projekts

Die Waisen kommen meist krank und unterernährt im Zentrum an. Dort werden sie aufgepäppelt, medizinisch versorgt und untergebracht bis man "Caretaker" (Pflege-/Adoptiveltern) für sie gefunden hat. Die Caretaker werden bezüglich der Ernährung und Versorgung der Kinder angeleitet. Ziel ist, aus den kranken und oft stark traumatisierten Kindern wieder gesunde und fröhliche Kinder zu machen, die in der Obhut einer Familie groß werden. Von besonderer Wichtigkeit ist es, Verwandte und Familienangehörige der Kinder ausfindig zu machen, um die Kinder möglichst wieder in ihr soziales Umfeld zu integrieren.

Zusätzlich werden Kurse für die Caretaker im Bereich Kinderernährung angeboten. Es wurde außerdem eine Beratungsstelle für HIV-positive Mütter eingerichtet. Das Zentrum ist dem St. Joseph's Hospital in Kitgum angeschlossen und wird von dort aus auch medizinisch betreut. Der Projektleiter des Infant Care Centre, Terence Acaye leitet hauptberuflich die "Nutrition Unit" des St. Joseph's Hospitals, die sich um die unter- und mangelernährten Kinder kümmert sowie Mutter-Kind- und Ernährungsprogramme durchführt.

Großen Wert legt man auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie z.B. den zwei lokalen Krankenhäusern St. Joseph´s Hospital und Kitgum Hospital, anderen NROs, dem World Food Programme etc., um eine langfristige Unters

Zurück