Container aus Bochum kamen durch

Hilfsgüter der Aktion erreichen Hospital in den Nuba Bergen

Seit Ostersonntag wird in den Nuba Mountains im Sudan wieder heftig gekämpft. Trotzdem ist es jetzt der Aktion gelungen, zwei Container mit medizinischen Hilfsgütern zum Mother-of-Mercy-Hospital in Gidel durchzubringen. Jetzt hat sich Dr. Tom Catena bei uns gemeldet und mitgeteilt, dass beide Container trotz der anhaltenden Kämpfe und Bombardierungen am Samstagmorgen heile im Hospital in den Nuba Mountains angekommen sind.

Dr. Tom und sein Team sind dankbar und glücklich, jetzt wieder ausreichend Material für die Versorgung der Verwundeten und anderen Kranken zu haben. Die Container enthielten dringend benötigtes Verbands­material, OP-Produkte und chirurgische Instrumente sowie Decken, orthopädische Hilfsmittel und Ersatzteile. Das „Mother of Mercy Hospital“ in Gidel ist das einzige Kranken­haus der Region und für die Versorgung von fast 750.000 Menschen in dieser entlegenen Gegend zuständig, die man auch „The Middle of Nowhere“ (Die Mitte von Nirgendwo) nennt.

Die Nuba Mountains, die zwar völkerrechtlich zum arabisch-muslimischen Nordsudan gehören, aber vom schwarzafrikanisch-christlichen Süden kontrolliert werden, sind nach der Unabhän­gig­­keit des Südsudan zum Konfliktgebiet geworden. Mit Bomben­terror durch die Armee des Nordens wird systematisch versucht, die schwarzafrika­nische Bevölke­rung aus den Nubabergen zu vertreiben. Dagegen wehrt sich die Bevölkerung bisher erfolgreich.

Besonderen Dank schuldet die Aktion auch den beiden mutigen LKW-Fahrern, die trotz der sehr gefährlichen Situation die Tour nach Gidel gewagt haben! Geschäftsführer Reinhard Micheel, der die Strecke aus eigener Erfahrung kennt, hat Dr. Tom gebeten, den Fahrern in seinem Namen ein paar Biere für ihren mutigen Einsatz auszugeben. Ein großes Problem für den Transport stellt auch immer das enge Zeitfenster bis zur nächsten Regenzeit dar. Die Pisten und Wege sind dann für Wochen und Monate für schwere LKWs unpassierbar.

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