Stillstand.

Der erste Schock über diesen Schnellzug der da gerade auf uns zurast, ist verwunden und wir alle sind damit beschäftigt unseren neuen, aufgezwungenen Alltag zu koordinieren.

Wir alle sind betroffen. Dieses Mal meint "Wir" wirklich: alle Menschen.

Im Büro der Aktion Canchanabury haben wir uns die letzten Tage intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, was wir aktuell an Informationen hier auf unserer Homepage, per Brief an Sie und Euch oder mit einem Post bei Facebook kommunizieren sollten.

Dieses Virus wird den afrikanischen Kontinent nicht verschonen. Die Pandemie wird dort auf ohnehin unterbesetzte und mit zu geringen Mitteln ausgestattete Gesundheitssysteme treffen. Wer jemals in einer afrikanischen Großstadt unterwegs war, weiß, dass „Social Distancing“ dort nicht funktionieren wird.

Vergesst die Ärmsten der Armen nicht!

Im Moment ist es ein wenig wie im Flugzeug. Vor jedem Flug wird einem in den Sicherheitshinweisen deutlich gemacht, dass man im Falle einer Notsituation erst sich selber helfen muss, um dann anderen helfen zu können. Im Moment befinden wir uns in einer Notsituation. Wir sind krank, auch wenn wir es persönlich hoffentlich nicht merken. Die europäischen Länder, die Welt liegt im Krankenbett, hofft darauf, dass es nicht noch schlimmer wird, und hofft auf Heilung. Solidarität ist jetzt aktuell das Wichtigste. Sie wird auch in Zukunft das Wichtigste sein, was wir uns untereinander schenken können. Dabei dürfen wir Afrika und generell alle unterentwickelten Regionen dieser Welt nicht vergessen.

Wir haben unsere Partner*innen über den Ernst der Lage hier bei uns informiert. Wir haben Sie gebeten uns mit aktuellen Informationen aus ihren Ländern zu versorgen.

Viele haben mit aufmunternden Botschaften an uns geantwortet. Viele haben von den ersten Maßnahmen ihrer Regierungen berichtet. Auch dort sind Schulen geschlossen, öffentliche Versammlungen verboten, Geschäfte nicht geöffnet und Grenzen dicht, der Verkehr liegt lahm, Ausgangssperren gelten oder der Ausnahmezustand wurde ausgerufen.


In ihren Antworten schwang Verunsicherung und vor allem Sorge mit. Die Sorge, dass das Virus, nachdem es die Nordhalbkugel befallen hat, vor dem Süden nicht Halt machen wird.

Unsere Partner*innen und die vielen wundervollen Menschen in unseren Projekten können unsere Vorbilder sein in der kommenden Zeit. Sie haben bereits schlimme Krisen und dramatische Ereignisse überstanden. Diese Menschen sind der Beweis, dass man Sorgen und Nöte überwinden kann. Sie können „Mutmacher“ für uns sein.

Wir werden in der kommenden Zeit Ihnen und Euch regelmäßig diese „Mutmacher“ auf Facebook und Instagram präsentieren, sowie einen "Newsticker" auf unserer Homepage zur Situation in unseren Partnerländern einrichten.

Vergesst Afrika und seine Menschen nicht!

Wir, alle Menschen, werden diese Krise nur gemeinsam bewältigen können.

Zurück