Schon fast verzweifelt
Als sie vor lauter Einsamkeit und Selbstvorwürfen schon fast verzweifelt, findet sie Aufnahme bei einem Onkel und einer Tante in der Nähe von Mushanga. Diese vermuten sofort Aids als Ursache für den Tod von Asimas Mann. Nach einem Aids-Test ist klar: Auch Asima ist mit den HI-Virus infiziert. Erneut hat Asima das Gefühl, dass man ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Es folgt ein Selbstmordversuch.
Neuen Mut fassen
Dann kommt sie in Kontakt mit der Theatergruppe "Half-Hope-Group". In dieser lokalen Selbsthilfegruppe haben sich Betroffene zusammengefunden, um sich gegenseitig zu helfen, um einander Rückhalt zu geben und um durch gemeinsames Theaterspiel andere über HIV/Aids aufzuklären. Asima fasst neuen Mut, beginnt eine Behandlung mit anti-retroviralen Medikamenten und engagiert sich selbst aktiv in der Gruppe.
Mit sieben Mitgliedern war die "Half-Hope-Group" im Jahr 2002 gestartet, heute sind es über sechzig. Und sie spielen längst nicht nur Theater. Durch Einkommen schaffende Maßnahmen, wie z.B. die Herstellung von Schlafmatten, Körben und Hüten versucht die Initiative auch die Lebensbedingungen der Mitglieder zu verbessern. Der Kauf einer Nähmaschine soll jetzt eine weitere Einkommensquelle schaffen.
Alles in einen Topf
Und noch etwas kann man in Sachen gelebte Solidarität von den Half-Hope lernen: Jedes Mitglied zahlt pro Monat 1.000 Uganda Shillinge (rund 50 Cent) in einen Topf ein. Das Geld erhält dann jeweils das Mitglied der Gruppe, das es im Folgemonat am dringendsten braucht, z.B. für eine notwendige ärztliche Behandlung, eine neue Brille, Werkzeug, Fahrtkosten, Essen etc.
Eine ganze Portion Mut
Asima blickt wieder mit Zuversicht nach vorne! "Half Hope" hat ihr nicht nur eine halbe, sondern eine ganze Portion Hoffnung und Mut gegeben. So kämpft sie jetzt auch mit ihren "Leidensgenossinnen" dafür, dass künftig beim Tod des Ehemannes das Erbe bei der Ehefrau bleibt und nicht an die Familie des Mannes zurückfällt.
Henriette Roos (aus Mbogi November 2006)






