Sie befinden sich hier: Projekte > Projektberichte > Wo Lernen Kraft gibt und Spaß macht

Wo Lernen Kraft gibt und Spaß macht

Sharing-Youth-Centre in Kampala ist mehr als nur ein Jugendzentrum

Eines der besonderen Erlebnisse unserer Projektreise nach Uganda war der Besuch des Sharing-Youth-Centre in Kampala. Das Jugendzentrum liegt in einem lauten und heruntergekommenen Vorort der Hauptstadt Ugandas. Aber sobald man das Zentrum betritt, scheint es, als wäre man in einer anderen Welt. Alles ist sauber, ruhig und wirkt sehr geordnet. Pater Rudi Lehnertz, "Weißer Vater" aus Deutschland, leitet dieses Zentrum, das täglich etwa 400 Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren in verschiedenen Aktionen zusammenbringt.

Den Jugendlichen aus den Slums, die am Rande der Gesellschaft stehen, die keine Chance auf eine Schul- oder Berufsbildung haben, werden hier Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten angeboten. Es ist möglich die Abschlussprüfung für die Sekundarstufe I und das Abitur zu machen. Sie können sich zum Lernen in die Bibliothek zurückziehen, die übrigens immer bis auf den letzten Platz besetzt ist. Verschiedene Sport- und Freizeitangebote bieten den Jugendlichen die Chance sich zu orientieren und ihre Talente zu entdecken und zu fördern.

Die einzige Chance

Während unseres Rundgangs besuchten wir die Ausbildungsstätten der Näherinnen, der Hauswirtschaftlerinnen und der Schreiner. Überall spürt man sofort, wie ernsthaft die Jugendlichen bei der Sache sind mit dem Bewusstsein, dass diese Ausbildung wahrscheinlich ihre einzige Chance ist. Besonders auch durch das Computerausbildungszentrum werden die Jugendlichen für die Arbeitswelt vorbereitet.

Das Leben ehren

Auch das Thema HIV/AIDS kommt bei fast allen Veranstaltungen zur Sprache. Mit Theatervorstellungen, Tanz und Musik werden Lebenszeugnisse von Infizierten und Informationen zur Aidsaufklärung vermittelt. Diese so genannten Behaviour-Change-Programs (Programme zur Verhaltensänderung) werden von der Aktion mit dem Ziel gefördert, dass die Jugendlichen lernen ihr und das Leben der anderen zu ehren und Rücksicht zu üben in ihren Beziehungen, damit der Virus nicht auch ihr Leben zerstört.

Henriette Roos  (aus: "mbogi")

Weitere Infos zum Projekt »