Elisabeth Kabugu, Nancy Namaganda und Agnes Matsiko musste man nicht lange bitten! Sie sind jetzt von Beruf Schutzengel! Als so genannte "Guardian Angels" haben sie über 20 Jungen und Mädchen bei sich aufgenommen - eigene Enkel und Nachbarskinder. So viele waren es jedenfalls bei meinem letzten Besuch in Kamulegu. Laut Schwester Nantege, der Koordinatorin unseres Aids-Waisen-Projektes in der Region Masaka, sind es mittlerweile sogar schon 26!
Großmütter gefragt
In einem Alter, in dem die meisten bei uns beginnen den wohlverdienten Ruhestand zu genießen, übernehmen die Großmütter von Kamulegu noch einmal die Verantwortung für die Erziehung von Kindern - und nicht nur für einige wenige, sondern gleich für "zwei komplette Fußballmannschaften plus Ersatzspieler".
Und sie kümmern sich sehr liebevoll um die Kinder, und zwar um jedes Einzelne. Sie geben ihnen nicht nur Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Sie geben den Kindern vor allem das, was sie nach dem Verlust ihrer Eltern am meisten brauchen: Geborgenheit, Liebe und Schutz.
Schutzengel sind schwarz
In der Vorweihnachtszeit begegnen uns allerorten Engel in wallenden Gewändern und silbernem Haar. Sie sollen für die richtige Weihnachtsstimmung und den nötigen Kaufanreiz sorgen. Unsere Schutzengel sind schwarz, arm und alt! Sie sorgen sich um die Kinder Afrikas, die Zukunft eines ganzen Kontinents.
Große Verantwortung
Die Großmütter von Kamulegu und die anderen Schutzengel in unseren Projekten in Uganda, Burundi, Togo, im Kongo und Sudan haben unter schwierigsten Bedingungen eine große Verantwortung übernommen. Unterstützen wir sie bei ihrer schweren Aufgabe! Helfen Sie mit, dass wir noch möglichst viele solche Schutzengel für die Aids-Waisen in Afrika finden können!
Reinhard Micheel (aus: "mbogi")
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