Das "Centre Jeunes Kamenge" in der Hauptstadt Bujumbura wurde für seine Aktivitäten mit mehr als 20.000 Jugendlichen in dem vom Bürgerkrieg betroffenen ostafrikanischen Staat Burundi ausgezeichnet. In der Begründung des Komitees heißt es: Die Initiatoren und Mitarbeiter hätten "mit beispielhaftem und nicht unterzukriegendem Mut und Erbarmen bewiesen, dass selbst nach neun Jahren mörderischen Bürgerkrieges, junge Menschen verschiedener ethnischer Gruppen lernen können gemeinsam zu leben und eine Zukunft in Frieden und Harmonie aufzubauen."
Respekt vor dem Leben
Der "Right Livelihood Award", besser bekannt als Alternativer Nobelpreis, wird seit 1980 vergeben und ist mit 220.000 € dotiert. Mit ihm werden besondere Leistungen zur Förderung der Menschenrechte, des sozialen Ausgleichs und des Umweltschutzes gewürdigt. In diesem Jahr wurden neben dem Zentrum Kamenge der Menschenrechtler Martin Almada aus Paraguay und die auf dem Balkan tätige schwedische Organisation "Frau zu Frau" ausgezeichnet. Ein nicht dotierter Ehrenpreis ging an den australischen Umweltschützer Martin Green.
Der deutsch-schwedische Stifter der Preise, Jacob von Uexküll, sagte über die Entscheidung der Jury: "Die derzeitige Weltordnung gründet sich auf egoistische Geldgier und fördert Intoleranz sowie Gewalt. Unsere Preisträger sind Ecksteine einer funktionierenden globalen Kultur, die Respekt vor dem Leben, vor der Vielfalt und Gerechtigkeit voranstellt."
Ein kleiner Beitrag
Das Team der Aktion Canchanabury ist schon etwas stolz darauf, dass es mit seinem Engagement in Burundi einen kleinen Beitrag zu der hohen Auszeichnung leisten konnte. Wir sehen damit auch unsere "Politik" bestätigt auf Projektpartner mit innovativen Ideen zu setzen und Projekte zu fördern, die die Menschen befähigen ihre Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen.






