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Kenia

Zeig AIDS die rote Karte

Fußball- und AIDS-Prävention zur Fußball-WM 2010 im Sudan, im Kongo, in Burundi und in Kenia

Mit Partnern in Kenia, Burundi und im Sudan sowie im Kongo haben wir versucht, die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika als Medium zu nutzen, um Bewusstsein für die Gefahren von HIV/AIDS zu schaffen und Verhaltensänderungen zu initiieren.


Prävention und Vermeidung der Ausbreitung von HIV/AIDS durch Erziehung und Information der Jugend sollten dabei einen besonders hohen Stellenwert erhalten. Es ist extrem wichtig, die Auswirkungen von HIV/AIDS auf Kinder, Jugendliche, Lehrer und andere Erziehungsinstanzen zu reduzieren und zu minimieren. Erziehung ist dabei der beste zur Verfügung stehende Schutz für junge Menschen gegen HIV/AIDS. Sie ist zudem das wirksamste und kostengünstigste Instrument, mit der man möglichst viele Menschen mit Informationen und Strategien für die persönliche Entwicklung erreichen kann, um langfristige Verhaltensänderungen zu unterstützen. (OAU, Abuja Declaration, April 2001)


Projektkurzname:            Red Card for AIDS / Sudan, Kenia
                                          Card Rouge au SIDA / Burundi, D.R.Kongo

Projektnummer:                AC 5720

Geographische Lage:
Das Projekt "Red Card for AIDS" bzw. "Card Rouge au SIDA" besteht aus vielen kleinen Teilprojekten in Pfarreien, Dörfern und Schulen in Kenia, Burundi, D.R. Kongo sowie im Sudan. Es wird von unserem Partner "Healing the Healers" von Nairobi/Kenia aus koordiniert.

Projektpartner:               Healing the Healers
                                         Sudan Catholic Bishops' Conference
                                        

Projektbeschreibung:
Um möglichst viele junge Menschen mit HIV/AIDS-Präventions-Programmen zu erreichen, machen wir uns die Fußballbegeisterung der Kinder und Jugendlichen in Afrika nutzbar. Unsere sehr guten Erfahrungen der letzten Jahre mit Fußballprojekten für AIDS-Waisen, Straßenkinder und kriegstraumatisierten Jugendlichen haben uns dazu bewogen, eine weitere Initiative in diese Richtung zu starten. Mit Partnern in Kenia, Burundi, D.R. Kongo und im Sudan haben wir die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika als Medium genutzt, um Bewusstsein für die Gefahren von HIV/AIDS zu schaffen und notwendige Verhaltensänderungen (Behaviour Change) zu initiieren.

In über 150 Pfarreien, Dörfern und Schulen fanden selbst organisierte Fußballturniere für Jungen und Volleyballturniere für Mädchen (Behaviour-Change-Programme sind auf die Mitwirkung von Mädchen angewiesen, um effektiv zu sein!) statt. An den Abenden wurden ferner - soweit dies technisch und organisatorisch möglich war - "Public-Viewings" der Fußballspiele der WM organisiert.

Wir haben diese Veranstaltungen genutzt, um Informationen zu HIV und AIDS den Teilnehmer näherzubringen. Dies geschah entweder durch öffentliche Information in Form von Durchsagen, Interviews oder lustigen "Werbespots" vor und nach den Turnieren , oder mit Theateraufführungen direkt vor den Live-Übertragungen der Spiele aus Südafrika. Wir wollten damit das Interesse der jungen Leute für den Fußball als Kanal nutzen, sie anzuregen, sich über HIV und Aids informieren zu lassen - vor, während und nach der Übertragung der Spiele.

Allen Turnieren haben wir Lederfußbälle mit speziellen, den jeweiligen Ländern angepassten Logos unserer Kampagne "Red Card for AIDS" bzw. "Card Rouge au SIDA" zur Verfügung gestellt. Die Bälle wurden von "Alive and Kicking", einem Einkommen schaffenden Projekt von HIV/AIDS-Betroffenen in Nairobi/Kenia, in Handarbeit hergestellt und an die beteiligten Diözesen verschickt.

Die Koordination des Projektes sowie die Verteilung und Weiterleitung der Gelder von Nairobi aus lag bei unserem Projektpartner "Healing the Healers" und zwar in Person von Pater Dr. Ludwig Peschen, einem ausgewiesenen Fußballexperten und Fan von Borussia Mönchengladbach. In den Diözesen Rumbek/Sudan und Bujumbura/Burundi haben sich Koordinatoren um die Präventionsangebote und -inhalte gekümmert und versucht, die Voraussetzungen für die Public-Viewings zu schaffen. Die Durchführung der über 150 lokalen Fußball- und Volleyball-Turniere wurde eigenverantwortlich von den Gemeinden bzw. Schulen vor Ort organisiert.

In Deutschland wurde das Projekt durch die Kampagne "Zeig' Aids die rote Karte" unterstützt. Mit prominenter Unterstützung wurde bei verschiedensten Veranstaltungen und anderen Gelegenheiten versucht, möglichst viele "Ball-Paten" zu finden, die bereit waren, die für die Turniere benötigten Fußbälle zu finanzieren.


Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt:

Aktuelle Förderung:          

  • Produktion von Fußbällen bei "Alive und Kicking" in Nairobi und Verteilung an die beteiligten Partner
  • finanzielle Unterstützung bei der Durchführung der Fußballturniere, der AIDS- Präventionseinheiten und der möglichen Public-Viewings


Finanzierung:
                      5.000,00 EUR (in 2010)

In Kontakt seit:                   2009

Kooperationspartner:       - Dr. Ludwig Peschen, White Fathers, Nairobi/Kenia
                                            - Alive and Kicking, Nairobi/Kenia
                                            - Diözese Rumbek, Sudan
                                            - Diözese Bujumbura, Burundi