Dazu gehören u.a.: Schaffung einer einwandfreien Trinkwasserversorgung, Aufbau selbstverwalteter und -finanzierter Gesundheitsstationen in den Dörfern, Ausbildung und Supervision einheimischer Gesundheitshelfer, Impfprogramme für Frauen und Kinder, ein mobiler Gesundheitsdienst für die Gebiete um das Krankenhaus, Reha-Programme, landwirtschaftliche Programme, Entwicklungsprogramme für Frauen, Aus- und Fortbildung des Krankenhauspersonals. Durch die zuletzt genannte Maßnahme soll das einheimische Personal mehr und mehr Verantwortung bei der Leitung des Krankenhauses übernehmen.
Projektkurzname: Attat / Äthiopien
Projektnummer AC 5550
Geographische Lage:
Attat liegt in der Gurage-Zone (südliche Region des Landes) in der Nähe von der Stadt Welkite, 180 km südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba.
Projektpartner: Attat Hospital,Medical Mission Sisters
Sr. Dr. Rita Schaffer (ärztliche Leiterin)
Das Hospital Attat wurde 1969 gegründet. Es ist in der Trägerschaft der Erzdiözese Addis Abeba.
Projektbeschreibung:
Die Patienten tragen zum Teil die Kosten ihrer Behandlung. Lepra- und Tuberkulosekranke, sehr arme Patienten sowie Kinder unter 5 Jahren werden kostenlos behandelt. Die Behandlung von psychisch Kranken und von AIDS-Patienten soll in den kommenden Jahren intensiviert werden. So ist u.a. auch eine Klinik für körperbehinderte Kinder entstanden.
Brunnenbau
Die Trinkwasserversorgung konnten den vergangenen Jahren durch ein Brunnenbauprogramm deutlich verbessert werden. Inzwischen sind in Zusammenarbeit mit den Dorfgemeinschaften 600 sichere Trinkwasserstellen in und um Attat, Dakuna und Getche geschaffen worden. Davon profitieren mittlerweile rund 150.000 Menschen.
Die Brunnen und Wasserstellen sind in Anlage und Bauweise den jeweiligen geologischen, geographischen und dorfspezifischen Gegebenheiten angepasst. So gibt es Hand gegrabene Brunnen mit Handpumpen, eingefasste und geschützte Quellen, gebohrte Brunnen mit Handpumpen, mit elektrischen Pumpen oder mit Solarpumpen.
Beim Bau der Brunnen müssen die Dorfgemeinschaften ihren Beitrag durch von Ihnen leistbare Eigenarbeit erbringen. Sie helfen beim Ausschachten der Brunnen, beim Mauern der Brunnen- und Quelleneinfassungen sowie der Auffangbecken oder beim Verlegen von Wasserleitungen. Alle Brunnen und Wasserstellen werden regelmäßig von speziell ausgebildeten Technikern gewartet. Die Dorfgemeinschaften zahlen einen kleinen Beitrag für Wartung und Reparatur der Wasserpumpen sowie den Lohn für ihren "Brunnenwächter". Dieser wurde von der Gemeinschaft ausgewählt und von Wasserfachleuten in der Handhabung und "Betreuung" des Brunnens sowie der Pumpe trainiert.
In den letzten Jahren hat die Aktion Brunnen in Debrezeit und an der Schule in Welkite gebohrt. Um auch die Versorgung der restlichen Bevölkerung mit ausreichend sauberem Trinkwasser zu ermöglichen, sollen in den nächsten Jahren weitere Brunnen - u.a. mit solarbetriebenen Pumpen - in den umliegenden Ortschaften und an ein bis zwei Schulen folgen. Ferner übernimmt die Aktion auch Kosten für Wartungsarbeiten an den von ihr finanzierten Brunnen.
Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt
Aktuelle Förderung: - Finanzierung von Brunnenbaumaßnahmen und Wartungsarbeiten
- Ausbildung von Krankenschwestern und Hebammen
- Bau eines neuen Patientenhauses
Finanzierung: 4.856,50 EUR (2011)
In Kontakt seit: 1980
Förderung des Projektes durch andere Organisationen:
- Missionsärztliche Schwestern / Essen, Deutschland
- Christian Relief and Development Association / Äthiopien
- Ethiopian Catholic Secretariat / Äthiopien
- Misereor / Deutschland
- Ministry of Health / Äthiopien
- Kindermissionswerk Aachen / Deutschland
Bericht aus dem Projekt »






