Die intensive Betreuung der oft stark traumatisierten Kinder ist einer der Schwerpunkte der Arbeit. Die Schwestern versuchen, die Waisen möglichst in ihrer gewohnten Umgebung in Pflegefamilie unterzubringen. Die Unterstützung durch die Bereitstellung von Schulgeld und das Angebot so genannter "Behaviour Change Programs" (Programme zur Verhaltensänderung) bilden weitere zentrale Arbeitsfelder.
Projektkurzname: AIDS-Waisen Masaka / Uganda
Projektnummer: AC 5614
Geographische Lage: Das Projekt arbeitet in der Diözese Masaka, im Süden des Landes direkt am Viktoriasee.
Projektpartner: The Grail-Centre-Kitovu
Schwester Maria Nantege
Masaka / Uganda
"The Grail" ist eine internationale Bewegung christlicher Frauen, die weltweit in den Bereichen Überwindung der Armut, medizinische und soziale Programme sowie im Schulwesen tätig ist.
Projektbeschreibung:
Jedes Jahr sterben in Uganda ca. 80.000 Menschen an AIDS: Eine nationale Katastrophe! Es stirbt eine ganze Generation! Auch die damit verbundene ökonomische Situation des Landes ist fatal: Es fehlen Lehrer, Ärzte, Krankenschwestern, Landarbeiter etc.
Immer mehr Kinder verlieren ihre Eltern, die der Krankheit zum Opfer fallen. Ein Teil dieser Kinder ist bereits von Geburt an selbst infiziert. Nachdem die Regierung 1987 das nationale AIDS-Programm ins Leben gerufen hat, ist die Zahl der HIV-Infektionen in Uganda leicht zurückgegangen. Doch nachdem die Gelder für AIDS-Prävention wieder zurückgefahren wurden und die Regierung den Richtungswechsel in der Aufklärungsstrategie anstrebt, wo nicht mehr der Kondomgebrauch, sondern die Abstinenz im Vordergrund steht, steigen die Infektionszahlen wieder.
Ziel der Arbeit des Grail-Centre Kitovu ist es, durch gezielte Präventionsarbeit im Rahmen der "Community Based Health Care" die Quote der HIV-Infektionen im Einzugsbereich des Projektes langfristig zu senken. Ferner geht es darum, die medizinischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen für die Betroffenen zu mildern, wobei ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit mit AIDS-Waisen zukommt. Zielgruppe des Projektes sind Kinder in der Region Masaka, die durch AIDS ihre Eltern verloren haben - so genannte AIDS-Waisen. Bisher wurde jährlich bereits über 230 Kindern der Schulbesuch ermöglicht.
Im Grail-Centre leben zeitweise auch einige Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern und Verwandten durch AIDS verloren haben. Sie bleiben im Zentrum bis die Schwestern eine Möglichkeit gefunden haben, diese wieder in ihrer gewohnten Umgebung unterzubringen. Viele dieser Kinder sind durch den Verlust ihrer gesamten Familie traumatisiert und bedürfen intensiver Betreuung und Seelsorge.
Schwerpunkt der Arbeit ist die so genannte "Community Based Health Care" (Gemeindeorientierte Gesundheitsfürsorge). Hierzu gehören neben der Ausbildung und Begleitung von ehrenamtlichen Gesundheitshelfern in den Dörfern, dem Angebot von Kursen zur Gesundheits- und Hygieneerziehung und dem organischem Landbau, vor allem auch die Betreuung von AIDS-Waisen und die AIDS-Prävention in sechs Communities rings um Masaka. Dabei bilden wiederum die Bereitstellung von Schulgeld, die medizinische Betreuung der Waisen und so genannte "Behaviour Change Programs" (Programme zur Verhaltensänderung) die zentralen Arbeitsfelder des Grail.
In Zusammenarbeit mit örtlichen Selbsthilfegruppen versucht der Projektpartner alles, damit die Kinder möglichst in ihrer vertrauten Umgebung weiterleben können und nicht in Waisenhäuser aufgenommen werden müssen. Ziel ist die Unterbringung in Pflegefamilien, doch bei der großen Zahl der Waisen ist dies nicht immer möglich.
Die lokalen Selbsthilfegruppen in den umliegenden Kommunen - aber auch Verwandte und Nachbarn (sog. "Guardians") - unterstützen die älteren Waisen, die sich um ihre jüngeren Geschwister in so genannte "Kinderhaushalten" kümmern. Die Eigentumsrechte der Kinder werden vom ugandischen Staat garantiert, damit ihnen für ihre weitere Zukunft Haus, Vieh und Grundstück erhalten bleiben.
Eines der größten Probleme stellt die schulische Ausbildung dieser Kinder dar. Offiziell ist der Besuch der Grundschule in Uganda zwar kostenlos, doch aufgrund der schlechten Finanzausstattung der Schulen, wird lokal je nach Bedarf Schulgeld erhoben. Hier setzt u.a. die Hilfe der Aktion an. Um den Waisen eine Zukunft zu eröffnen, wird aus Projektmitteln u.a. das Schulgeld, Schuluniformen und Schulbücher bezahlt.
Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt
Aktuelle Förderung |
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Finanzierung: | 70.000,00 (2011-2013) |
In Kontakt seit: | 1992 |
Kooperationspartner: | The Grail / Kampala-Uganda |






