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Burundi

Neue Hoffnung für über 3.000 Kinder

Prävention und medizinische Betreuung für Aids-Waisen

Die allermeisten der Kinder und Jugendlichen kamen damals in die Hauptstadt Bujumbura, um im Bürtgerkrieg ihr Leben zu retten. Heute kommen sie, weil ihre Eltern an Aids gestorben sind. Die Organisation "Nouvelle Espérance" versucht alles zu tun, damit sie nicht zu Straßenkindern werden.


Den Menschen, die aufgrund von HIV/Aids ausgegrenzt werden oder durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg traumatisiert sind,  neue Hoffnung zu geben und ihnen ganz praktisch zu helfen, das war das Ziel von Pater Dr. Ludwig Peschen, als er 1993 die Organisation „Nouvelle Espérance“ (Neue Hoffnung“) in Bujumbura gründete.

Neben den vielfältigen Angeboten für Erwachsene in den Bereichen medizinische, psychologische und soziale Betreuung sowie Ausbildung und der Initiierung von Einkommen schaffenden Maßnahmen engagiert sich Nouvelle Espérance um die immer größer werdende Zahl von Aids-und Kriegswaisen und bedürftigen Kindern in schwierigen Situationen (vulnerable children). 

Im Jahr 2011 hat Nouvelle Espérance die Verantwortung für 3.338 dieser Kinder und Jugendlichen übernommen. Von ihnen leben 520 mit  HIV/Aids, 189 stehen unter anti-retroviraler Behandlung  und 331 erhalten die prophylaktische Behandlung mit Bactrim. Man versucht, den Kindern gezielt zu helfen

  • durch psychologische  und soziale Begleitung
  • durch juristische Begleitung - wenn nötig
  • durch Rückgliederung in die Familie - wenn möglich
  • durch Unterstützung für die schulische Ausbildung
  • durch eine berufliche Ausbildung - wenn möglich
  • durch wirtschaftliche Unterstützung - wenn möglich
  • durch medizinische Versorgung


Die Aktion Canchanabury beteiligt sich seit 2011 an den Kosten für die medizinische Versorgung der Aids-Waisen und bedürftigen Kinder. Hierzu gehören u.a. folgende Bereiche:

Spezialuntersuchungen:  Alle Untersuchungen, die die eigenen Ärzte machen können, werden vor Ort bei Nouvelle Espérance durchgeführt. Trotzdem mussten im vergangenen Jahr 60 Kinder zu weiteren Untersuchungen zu Spezialisten geschickt werden (Ophthalmologie, Kardiologie, Chirurgie, Radiographie, Echographie und EEG).

Krankenhausaufenthalte:  Bei Nouvelle Espérance gibt es ein so genanntes Tageskrankenhaus, wo die Kranken morgens kommen und abends wieder nach Hause gehen. Dabei geht es meistens um spezielle Tests, gezielte Beobachtungen oder zeitintensive Untersuchungen, die von den Ärzten des Projektes durch­geführt werden. Die Kranken werden - wenn nötig - danach an ein Krankenhaus weitegeleitet. 24 Waisen haben das Tageskrankenhaus besucht, acht wurden in andere Krankenhäuser gebracht.

Kauf von Medikamenten:  Für einige Kinder, die im Projekt behandelt und gepflegt wurden,  mussten Medikamente besorgt werden, die nicht in der Projekt-Apotheke vorhanden waren.

Medikamente aus der eigenen Apotheke:  Für Erwachsene und Jugendliche, die unter ARV-Behandlung (anti-retrovirale Medikamentation) sind, erhält das Projekt die ARVs gratis über den Nationalrat CNLS (Conseil National de Lutte contre le SIDA), ebenso wie die nötigen Bactrim. Allerdings reichten die Medikamente, die für die Behandlung der opportunistischen Krankheiten bei Aids-Patienten zur Verfügung gestellt wurden, bei weitem nicht aus. So mussten immer wieder Medikamente hinzugekauft werden, um die Kinder und Jugendlichen pflegen zu können.

 

Geographische Lage:

Das Projekt arbeitet in Bujumbura, der Hauptstadt Burundis, insbesondere in den ärmsten Stadtteilen Buyenzi, Butere und Kanyosha.

Projektpartner:                  Nouvelle Espérance
                                            Archidiocèse de Bujumbura
                                            P. Benno Baumeister  
                                            Bujumbura / Burundi

Nouvelle Espérance  ist eine lokale Nichtregierungsorganisation (NGO), die 1993 von dem deutschen Missionar und Arzt Dr. Ludwig Peschen zum Kampf gegen HIV/AIDS und zur Betreuung von HIV/Aids-Betroffenen, Aids- und Bürgerkriegswaisen initiiert wurde.

Aktuelle Förderung:                      Beteiligung an den Kosten für die medizinische Versorgung

Finazierung:                                  30.000,00 (2011-2013)

In Kontakt seit:                             2007 

Kooperationspartner:                  Afrikamissionare Weiße Väter / Bujumbura-Burundi

Förderung des Projektes durch andere Partner:

                                                    - Johannes-Beese-Stiftung / Unna
                                                    - Kindermissionswerk / Aachen