Ausweitung und Qualifizierung der Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder, Schaffung von geeignetem Wohnraum, Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten und nicht zu letzt der Umwelt- und Ressourcenschutz stehen auf der Agenda von RESEP. Außerdem wurden grundlegende Strukturen geschaffen, die eine weitere Förderung der Region, wie eine stabile Trinkwasserversorgung und die Verbesserung der Abwasserwirtschaft als Ziel haben.
Projektkurzname: RESEP-Damongo/Ghana
Projektnummer: AC 5690
Geographische Lage:
Das Projekt arbeitet in Damongo, einer Kleinstadt mit ca. 12.000 Einwohnern im Norden Ghanas, die der Verwaltungssitz des Kreises West Gonja ist. West Gonja ist der größte und am dünnsten besiedelte Distrikt im gesamten Land.
Projektträger: Rural Education, Shelter and Environmental Programme (RESEP)
John Kipo Kaara (Leitung)
Damongo - N/R / Ghana
RESEP ist eine lokale NGO, die sich 1998 mit dem Ziel gegründet hat, die Landflucht im Norden Ghanas zu stoppen. RESEP will Anreize schaffen, dass sich die Menschen mit einer guten Qualifikation für die Entwicklung ihres Lebensraumes aktiv einsetzen und diesen mit gestalten.
Projektbeschreibung:
In der Vergangenheit verließen die Einwohner mit hohem Bildungsstand meist diese ländliche und abgelegene Region, um in den scheinbar attraktiveren Städten Ghanas ihren Lebensunterhalt zu verdienen und vor allem ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Die Lebensbedingungen in den Städten werden für besser erachtet. Dies hat zur Folge, dass für die Entwicklung der ländlichen Region qualifizierte Leute fehlen.
RESEP will durch verschiedene Maßnahmen versuchen, die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern, um die Menschen in der Region zu halten und sie am Entwicklungsprozess aktiv zu beteiligen. Dabei setzt RESEP insbesondere auf die Bereiche Bildungswesen, Wohnungsbau, Gesundheit und Umweltschutz.
Bildungswesen: Die Vorschulerziehung gewinnt in Ghana zunehmend an Bedeutung. Da der Schulbesuch Geld kostet, will RESEP durch die Einrichtung von Kindergärten Talente besonders fördern und Eltern bei der Wahl der richtigen Schulform für ihre Kinder beraten. Ein Kindergarten wurde 2000/2001 errichtet und in 2009 in die RESEP International Primary School integriert. Kindergarten und Schule wurden als beste Schule im gesamten District ausgezeichnet. Die Kosten für das Lehr- und Betreuungspersonal werden von Beiträgen der Eltern bestritten.
Gesundheitserziehung: Die gesundheitliche Situation soll durch gezielte Gesundheitserziehungsprogramme in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden verbessert werden. In einer ersten Phase sollen hier besonders Programme gestartet werden, die den Schutz der Trinkwasservorräte und eine Verbesserung der Abwasserwirtschaft zum Ziel haben.
Wohnungsbau: Die Erfahrung vergangener Jahre hat gezeigt, dass viele Menschen aufgrund der schlechten Wohnverhältnisse (enge Räume, mangelnde hygienische Verhältnisse, fehlende Wasserversorgung etc.) häufig erkranken. Hier möchte RESEP durch die Schaffung von geeignetem und bezahlbarem Wohnraum Abhilfe schaffen. Die Mitglieder von RESEP zahlen, ähnlich dem Modell unserer Bausparkassen, einen monatlichen Festbetrag ein. Nach einem festen Modus werden - größtenteils in Eigenarbeit - die Eigenheime erstellt. Die Häuser, die überwiegend aus am Ort verfügbaren Materialien gebaut und den Lebensgewohnheiten angepaßt sein sollen, gehen nach Rückzahlung des Darlehens in das Eigentum der Mitglieder über. Die Behörden haben RESEP zur Verwirklichung dieses Programms bereits Grundstücke zur Verfügung gestellt.
Umweltschutz: Da die Sahelzone sich zunehmend von Burkina Faso aus nach Süden in Richtung Ghana ausbreitet, will RESEP im Bereich der Baumpflanzung tätig werden. Insbesondere durch Einbeziehung von Bäumen mit wirtschaftlichem Nutzen wie Cashew und veredelten Mangos, die den Mitgliedern von RESEP langfristig ein zusätzliches Einkommen bieten können, soll bei den Menschen ein stärkeres Bewußtsein für die Bewahrung des natürlichen Lebensraumes geweckt werden. Ein Großteil der Bäume wird im Einzugsbereich von Wasserdämmen angepflanzt, die der Versorgung mit Trink- und Brauchwasser dienen. Mit der gleichzeitigen Aussaat lokaler Gräsersorten soll so der Bodenerosion zusätzlich Einhalt geboten werden.
Aktuelle Förderung:
- Koordinierung der Solar- und Wasserprojekte (mit Stadtwerke Bochum) in Bawena und Bole bis 2013
- Lieferung von Einrichtung und Ausstattung RESEP International Primary School in Damongo
- Ausstattung der St. Kizito Vocational School in Bole (2012)
- Ausstatung des West Gonja Hospitals in Damongo und des Hospitals in Bole (2012)
Finanzierung: 3.467,50 EUR (2011)
In Kontakt seit: 1994
Mit den Verantwortlichen von RESEP haben wir schon seit 1994 Kontakt. Sie waren seinerzeit für die erfolgreiche Einführung des Krankenversicherungssystems HIS am West Gonja Hospital in Damongo verantwortlich, das von der Aktion mitfinanziert wurde.
Kooperationspartner: Stadtwerke Bochum GmbH






