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Burundi

In Afrika stirbt eine ganze Generation

"La Famille pour vaincre le SIDA" unterstützt AIDS-Waisen in Burundi

HIV/AIDS fordert auch in Burundi viele Opfer. Mittlerweile leben dort auch weit über 250.000 Waisenkinder, die ihre Eltern durch HIV/AIDS verloren haben. Zusätzlich bereitet der nicht enden wollende Bürgerkrieg in Burundi große soziale und wirtschaftliche Probleme.


Die burundische Organisation "La Famille pour vaincre le SIDA" (FVS) hat sich zum Ziel gesetzt, den AIDS-Waisen in der Hauptstadt Bujumbura und darüber hinaus zu helfen. Oberste Priorität hat dabei der Versuch Ersatzfamilien für die Kinder zu finden, in denen sie sich geborgen fühlen und neuen Rückhalt finden. Ferner werden die Kinder unterstützt weiter bzw. wieder zur Schule zu gehen.


Projektkurzname:          FVS Bujumbura / Burundi

Projektnummer:             AC 5692

Geographische Lage:
     Landesweites Projekt mit Schwerpunkt in Bujumbura und Gitega.    

Projektpartner:             La Famille pour Vaincre le SIDA (FVS)
                                       Frau Spès Nihangaza
                                       Bujumbura / Burundi

FVS ist eine lokale Nichtregierungsorganisation (NGO), deren Schwerpunkt der Kampf gegen HIV/AIDS und die Betreuung von AIDS-Waisen und Straßenkindern ist.

Projektbeschreibung:
Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung von HIV/AIDS und dem dadurch bedingten dramatischen Anstieg der Zahl der Waisenkinder ergaben sich in den letzten Jahren große soziale Probleme in Burundi. "La Famille pour Vaincre le SIDA" (FVS) hat dieses Problem erkannt und sich das Ziel gesetzt den AIDS-Waisen in Bujumbura und der näheren Umgebung zu helfen. Da die Kinder nicht aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen werden sollen, vermeidet man die Unterbringung in Waisenhäusern. Oberste Priorität ist für die Waisen eine Ersatzfamilie zu finden, die sie unterstützt und in der sie sich geborgen fühlen und die sie anhält weiter zur Schule zu gehen.

Im Jahr 1992 begann die Arbeit mit vier Kindern. In der Zwischenzeit fördert FVS ca. 7.000 Kinder mit Schulgeld, -uniformen und -materialien. Hinzu kommen die soziale Betreuung der Familien, die Beköstigung von täglich etwa 200 Kindern und die Unterbringung von im Schnitt 100 Kindern, für die keine Pflegefamilie zu finden ist. Hierbei handelt es sich meist um HIV-positive oder behinderte Kinder

Ein weiteres großes Arbeitsfeld von FVS ist die medizinische Versorgung der Kinder, die oft in einer schlechten körperlichen und psychischen Verfassung sind. Viele Kinder tragen von Geburt an das schwere Erbe der Eltern in sich. Sie sind HIV-positiv. Die anderen leiden vor allem unter Malaria, Wurm-, Haut- und Lungenerkrankungen, die umgehend behandelt werden müssen. Der psychische Zustand der Kinder ist instabil. Sie sind traumatisiert durch den AIDS-Tod ihrer Eltern. Über 1.000 Kinder werden psychologisch betreut, um ihre Trtaumata aufzuarbeiten und sie für die Schule und das Leben mit HIV/AIDS vorzubereiten. Mit Unterstützung der Aktion erhalten rund 750 Kinder die Möglichkeit, die Schule zu besuchen und medizinisch versorgt zu werden. Außerdem erhalten Pflegefamilien bei Bedarf finanzielle Unterstützung.

In der beschriebenen Situation ist die Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen eine vorrangige Aufgabe. FVS klärt intensiv über HIV/AIDS auf, denn nur so lässt sich der Teufelskreis aus Ansteckung, Krankheit und Tod durchbrechen. Schwerpunkt der Kampagne ist Bujumbura und die Stadt Gitega. Später sollen andere Gebiete einbezogen werden. Am dringendsten ist es aber die Jugend in den Städten zu informieren, denn hier liegt die Zahl der Seropositiven bei 21% gegenüber 6% in den ländlichen Gebieten.

Es wurden Verantwortliche in Vereinen, Schulen und Kirchengemeinden aufgesucht und auf die Mitwirkung bei der Kampagne angesprochen. In speziellen Trainingskursen werden Ehrenamtliche zu Multiplikatoren und Animateuren ausgebildet. In zahlreichen Veranstaltungen zum Thema HIV/AIDS konnten so im letzten Jahr wieder ca. 100.000 Erwachsene und Jugendliche angesprochen werden!

Das Jugendzentrum "Centre Jeunes Kamenge" in Bujumbura, in dem FVS und die Aktion bis 2005 für die AIDS-Prävention und AIDS-Waisen verantwortlich war, wurde 2002 für seine Aktivitäten mit 20.000 Jugendlichen mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Die Initiatoren und Mitarbeiter haben "mit beispielhaftem und nicht unterzukriegendem Mut und Erbarmen bewiesen, dass selbst nach neuen Jahren mörderischen Bürgerkrieges, junge Menschen verschiedener ethnischer Gruppen lernen können gemeinsam zu leben und eine Zukunft in Frieden und Harmonie aufzubauen."


Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt

Aktuelle Förderung:          - Finanzierung der Aufklärungskampagne (Erstellung von didaktischen Materialien,
                                            - Ausbildung von Multiplikatoren, Übernahme von Fahrtkosten usw.)
                                            - Soziale und medizinische Versorgung der AIDS-Waisen (Schulmaterial, Schulgeld,
                                            - Unterstützung der Pflegefamilien, medizinische Versorgung)

Finanzierung:                      24.000,00 EUR  (2009-2011)    

In Kontakt seit:                   1999

Kooperationspartner:    - Afrikamissionare Weiße Väter / Bujumbura-Burundi
                                         - Afrikamissionare Weiße Väter / Köln
                                         - Johannes-Beese-Stiftung / Unna
                                         - Nouvelle Espérance / Bujumbura-Burundi

Berichte aus dem Projekt »