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Uganda

Eine Berufschance für AIDS-Waisen

CIDI Training Centre for Gardening and Landscaping - Berufsausbildung für AIDS-Waisen im Bereich Gartenbau

In diesem Projekt will man Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen keinen Schulabschluss haben, einen neuen Berufseinstieg eröffnen, indem sie eine zweijährige Lehre erhalten, während der sie alles über Pflanzenanzucht, Gemüseproduktion und das Anlegen von Nutz- oder Ziergärten lernen.


Die Schule richtet sich in allererster Linie an Jugendliche ab 15 Jahre, die zu früh von der Schule abgehen mussten, da sie das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnten, oder durch andere Schwierigkeiten seit längerer Zeit chancenlos sind. Das sind in vielen Fällen AIDS-Waisen, die einen Grundschulabschluss geschafft haben, aber bei denen es danach nicht mehr weiterging (da sich das Schulgeld bekanntlich ab der Sekundarschule drastisch erhöht). Oder auch um Kinder aus Slums, die sich das Lehrgeld für andere Ausbildungen nicht leisten können. In Uganda zahlt man für eine Lehrausbildung.


Projektkurzname:            CIDI School Kampala / Uganda

Projektnummer:               AC 5904

Geographische Lage:      Das Projekt arbeitet in Kampala, der Hauptstadt Ugandas

Projektpartner:                Community Integrated Development Initiatives
                                          CIDI Trainig Centre for Gardening and Landscaping
                                          Nikola Küsters
                                          Kampala / Uganda


Die Gartenbauschule ist ein Projekt, das durchgeführt wird von CIDI (Community Integrated Development Initiatives). Dies ist eine ugandische NGO (Nichtregierungsorganisation) die sich 1996 in Kampala gegründet hat und verschiedene Entwicklungsprojekte durchführt, wie z.B. Wasserversorgung in Slums, Verbesserung der Lebens- bedingungen von Bauern auf dem Land oder Aufklärungskampagnen zum Thema AIDS und Gesundheit betreibt.

Projektbeschreibung:

In diesem Projekt des Training Centers for Gardening and Landscaping geht es darum, Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen keinen Schulabschluss haben, einen neuen Berufseinstieg zu eröffnen, indem sie eine zweijährige Lehre erhalten, während der sie alles über Pflanzenanzucht, Gemüseproduktion und das Anlegen von Nutz- oder Ziergärten lernen.

Bislang gibt es in Uganda als Lehrberufe nur relativ wenige Wahlmöglichkeiten wie Schreiner, Schneider, Sekretärin, Frisör, Koch. Die Gartenbauschule versucht ein neues Berufsfeld abzudecken, denn in Uganda wachsen und gedeihen eine unglaubliche Anzahl von tropischen Pflanzen, und da es oft regnet, muss man nicht so oft wertvolles Trinkwasser zum Gießen verbrauchen.

Warum gerade eine Gärtnerausbildung?
Viele Jugendliche aus der Stadt kommen aus Lebensumständen, die beherrscht sind von Enge, Armut, Dreck und Müllbergen. In der Gartenbauschule kommen sie in ein naturnahes Umfeld. Dies hilft Selbstvertrauen und Kontakt zur Natur aufzubauen. Sie lernen auch, Gemüsegärten auf kleinem Raum anzulegen, um so Nahrungsmittel für wenig Geld in beengten Slumgebieten zu produzieren und diese Methoden an ihre Verwandten und Freunde weiterzugeben.

Was lernen die Schüler sonst noch?
Einmal im Monat dreht sich das Lernen ganz um das Thema ‚Lifeskills‘. Dabei geht es um gewaltfreie Kommunikation, das Thema AIDS, das Verhältnis Jungen zu Mädchen, das gesamte Thema Häusliche Gewalt, Gesundheit, Zukunftsperspektiven usw. Hierbei holt man sich Hilfe von professionellen Jugendberatern, Theatergruppen, lädt HIV-positive Gruppen ein, übt in der Gruppe und macht Ausflüge.


Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt

Aktuelle Förderung:
- Übernahme des Schulgeldes, der Fahrtkosten und der Verpflegung für 10 AIDS-Waisen
- Übernahme der Kosten für den Bau eines überdachten Klassenraumes mit Anpflanztischen

Finanzierung:                  28.500,00 EUR (2011-2013)

In Kontakt seit:
               2009