Das Team sorgt in Zusammenarbeit mit örtlichen Selbsthilfegruppen und Dorfkomitees dafür, dass die Kinder zur Schule gehen (Zahlung des Schulgeldes,Schuluniform und Bücher), die medizinische Versorgung und die Wahrung der Eigentumsrechte sicher gestellt sind. Resty und ihr Team versuchen den Kindern in ihrer Not beizustehen und ihnen durch verschiedene Maßnahmen eine Chance auf eine bessere Zukunft zu eröffnen.
Projektkurzname: AIDS-Waisen Rubaga / Uganda
Projektnummer: AC 5610
Geographische Lage:
Das Projekt arbeitet in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, und in einigen umliegenden Dörfern und Gemeinden.
Projektpartner: Counselling & Home Care Section
Rubaga Hospital
Resty Ndagano
Kampala/Uganda
Projektbeschreibung:
Das Rubaga Hospital in der Hauptstadt Kampala ist ein Krankenhaus mit 320 Betten. Im stationären Bereich sind über 80% der aufgenommenen Patienten HIV-positiv. Monatlich sterben etwa 30 Patienten an den Folgen der Immun-schwächekrankheit. Neben der medizinischen Arbeit engagiert sich das Krankenhaus mit seiner "Counselling & Home Care Section" bei verschiedenen Maßnahmen und Projekten im sozialen Bereich, speziell bei der Betreuung von AIDS-Waisen.
Die "Counselling & Home Care Section" des Rubaga-Hospitals in Kampala bietet seit vielen Jahren verschiedenste Maßnahmen zur medizinischen und sozialen Betreuung von AIDS-Waisen an. Die Einrichtungen vor Ort reagieren damit auf eine Entwicklung, die sich im letzten Jahrzehnt zu einer nationalen Katastrophe ausweitete.
In Uganda starben und sterben jedes Jahr Tausende Menschen an AIDS. Die rasante Ausbreitung ist u.a. eine Folge des langjährigen Bürgerkrieges und der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse. Es leben ca. 1 Millionen Kinder in Uganda, die wenigstens einen Elternteil durch AIDS verloren haben. Ein Teil von ihnen ist bereits von Geburt an selbst infiziert.
In den letzten Jahren war die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Uganda aufgrund der offensiven Aufklärungs- und Präventionsarbeit zurückgegangen. Doch nachdem die Gelder für AIDS-Prävention wieder zurückgefahren wurden und die Regierung einen Richtungswechsel in der Aufklärungsstrategie vollzog, bei dem nicht mehr der Gebrauch von Kondomen, sondern die Abstinenz im Vordergrund steht, steigen die Infektionszahlen erneut an. Demzufolge steigt auch die Zahl der AIDS-Waisen.
In Zusammenarbeit mit örtlichen Selbsthilfegruppen versucht unser Projektpartner, dass die Kinder möglichst in ihrer vertrauten Umgebung weiterleben können und nicht in Waisenhäuser aufgenommen werden müssen. Ziel ist die Unterbringung bei Verwandten oder in Pflegefamilien. Doch bei der großen Zahl der Waisen ist dies nicht immer möglich. Die Selbsthilfegruppen in den umliegenden Stadtteilen und Kommunen - aber auch Verwandte und Nachbarn (sog. "Guardians") - unterstützen die älteren Waisen, die sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern. Die Eigentumsrechte der Kinder werden nach dem Tod der Eltern vom ugandischen Staat garantiert. So bleiben ihnen der Besitz an Haus, Grundstück und Vieh für ihre weitere Zukunft erhalten.
Eines der größten Probleme stellt die Schulbildung dieser Kinder dar. Offiziell ist der Besuch der Grundschule (Primary School) in Uganda kostenlos, doch aufgrund der schlechten Finanzausstattung der Schulen, wird - je nach Bedarf - lokal Schulgeld erhoben. Hier setzt u.a. die Hilfe der Aktion Canchanabury an. Um den Kindern eine Zukunft zu eröffnen, bezahlt das Rubaga-Hospital das Schulgeld, die Schuluniformen und Schulbücher aus Projektgeldern der Aktion.
Seit 2004 unterstützt die Aktion zusätzlich besonders begabte Kinder, damit diese nach der Primary School noch die weiterführende Secondary School besuchen können. Die Kinder sollen eine Ausbildung entsprechend ihrer Begabung und damit eine Chance auf eine bessere Zukunft bekommen.
Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt
Aktuelle Förderung: - Übernahme des Schulgeldes für 750 mittellose AIDS-Waisen
- Finanzierung der Maßnahmen zur sozialen Betreuung der AIDS-Waisen
- Finanzierung von Behaviour-Change-Programs im Rahmen der AIDS-Prävention
Finanzierung: 100.000,00 EUR (2011-2013)
In Kontakt seit: 1992
Berichte aus dem Projekt »






