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Kongo

Centres de Santé Bunia et Badiya

Lokale Gesundheitszentren mit Schwerpunkt AIDS-Prävention

ALTI war ein von der Aktion Canchanabury in Zusammenarbeit mit dem Orden der "Weißen Väter" initiiertes Projekt zur Bekämpfung von Lepra und Tuberkulose in der Provinz Ituri. Es wurde 1964 gegründet und befand sich in Trägerschaft der Aktion Canchanabury.


Drei Lepra- und TB-Behandlungszentren in Bunia (Zentrale) und in Badiya sowie Aru koordinierten die Arbeit des Projekts. In diesen Zentren wurden Patienten ambulant wie stationär behandelt. Von Bunia, Badiya und Aru aus betreuten zusätzlich mobile Teams die Dörfer im Einzugsgebiet der drei Städte. Sie führten Reihenuntersuchungen durch und versorgten die Kranken vor Ort.


Projektkurzname:       Caritas Bunia / Dem. Rep. Kongo

Projektnummer:          AC 5514

Geographische Lage:
Die Gesundheitszentren Bunia und Badiya arbeiten in der Diözese Bunia in der Provinz Ituri im Nordosten der Dem. Rep. Kongo.

Projektpartner:          Caritas der Diözese Bunia
                                    S.E. Dieudonné URINGI
                                    Bischof der Diözese Bunia / Dem. Rep. Kongo

Die Kooperation mit der Caritas Bunia bezüglich der beiden Gesundheitszentren ist als Nachfolgeprojekt Teil des bisher in unserer Trägerschaft befindlichen Projektes ALTI (Aides aux Lépreux et Tuberculeux de l'Ituri).

Projektbeschreibung: 
Allen drei Behandlungszentren waren "Centres de Santé" (Gesundheitszentren) und teilweise "Maternités" (Entbindungsstationen) angegliedert, die die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen sollen. Das Projekt ALTI stellte hierfür Personal, Gebäude und Infrastruktur zur Verfügung und gewährleistet die medizinische Betreuung. Diese "Centres de Santé" konnten sich bis vor einigen Jahren durch die Beiträge der Patienten selbst tragen. Durch den langen Bürgerkrieg seit 1998, der zwar offiziell bereits seit 2003 beendet ist, aber im Osten des Landes immer noch Opfer forderte - mussten auch viele der oben beschriebenen Aktivitäten von ALTI eingestellt bzw. ausgesetzt werden.

Unsere Zentren Bunia und Badiya waren davon direkt betroffen. Bereits vor den Wahlen im Jahr 2006 hatte ALTI damit begonnen, die geplünderten und zerstörten Gebäude der beiden Zentren in Bunia und Badiya wieder zu renovieren bzw. soweit herzurichten, dass eine vernünftige und sachgerechte Versorgung der Patienten wieder möglich wurde. Allerdings mussten wir schnell feststellen, dass unsere begrenzten finanziellen Ressourcen es uns kaum erlauben würden, in größerem Umfang den Wiederauf-bau ALTIs und die von den Behörden gewünschte Reorganisation und Ausweitung des Lepra- und TB-Kontrollprogramms auf die gesamte Provinz zu betreiben.

Deshalb haben wir ab 2007 die Verantwortung für die Lepra- und Tuberkulose-Koordination in der Provinz Ituri an die belgische "Fondation Damien", die im Kongo auch für die Gesamtkoordination der Lepra- und TB-Arbeit verantwortlich zeichnet, übergeben. Die beiden Behandlungszentren in Bunia und Badiya wurden in eigenständige "Centres des Santé" (Gesundheitszentren) zur medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung umgewandelt und in die Verantwortung der Caritas der Diözese Bunia überführt. Das Zentrum in Aru wurde der Kongregation der "Soeurs Canossiennes" übertragen, die es schon vorher - seit Beginn des Bürgerkrieges - verwaltete hatte.

Im Rahmen von Kooperationsverträgen mit der Fondation Damien und der Diözese Bunia kommen wir unseren Verpflichtungen gegenüber unseren neuen Partnern bzw. den Menschen in Ituri im gleichem Umfang nach wie bisher, erhalten aber gleichzeitig einen größeren finanziellen Spielraum, um gezielt Einzelprogramme und -projekte in Ituri zu fördern.

Neu in den beiden Gesundheitszentren Bunia und Badiya ist die Schwerpunktsetzung "Kampf gegen HIV/AIDS". Sie beinhaltet die Sensibilisierung der Bevölkerung, Beratungsangebote und HIV-Tests. Da eine Behandlung mit ARVs (anti-retroviralen Medikamenten) in beiden Zentren selbst nicht möglich ist, werden HIV/AIDS-Patienten an die entsprechenden Einrichtungen in Bunia bzw. Nyankunde überwiesen.


Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt

Aktuelle Förderung:              finanzielle Beteiligung an den laufenden Betriebs- und Personalkosten

Finanzierung :                        30.000,00 EUR (2010-2012)
                                                - in 2011 ausgesetzt -

In Kontakt seit:                      2007 (vormals ALTI seit 1963)


Berichte aus dem Projekt »