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Uganda

Aufklärung ist die beste Waffe gegen AIDS

AIDS-Prävention für Jugendliche in Kampala

HIV/AIDS gehören für die Jugendlichen in Uganda zum Alltag. Das "Sharing Youth Centre" in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, bietet den Jugendlichen einen Anlaufpunkt für ihre Fragen und Probleme. In so genannten "Behaviour Change Programs" können sich die Jugendlichen über Gefahren und Übertragungsmöglichkeiten von AIDS informieren. In Rollenspielen und Gesprächsrunden wird deutlich gemacht, dass man sich am besten durch Änderung des Sexualverhaltens vor der Immunschwächekrankheit schützt.


Das Jugendzentrum bemüht sich Jugendliche mit verschiedensten Angeboten von der Straße zu holen, ihnen eine sinnvolle Aufgabe zu geben und eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Es gibt vielfältige Angebote in den Bereichen Sport, Musik und Theater. Das Jugendzentrum bietet auch Ausbildungsplätze als Schreiner, Koch und Schneiderin. Ferner finden Nachhilfeunterricht und Computerkurse statt. Ein eigener Catering-Betrieb trägt zur Finanzierung des Jugendzentrum bei.


Projektkurzname:   Sharing Kampala / Uganda

Projektnummer:      AC 5616

Geographische Lage:
Das Jugendzentrum "Sharing Youth Centre" befindet sich im südlichen Teil Kampalas, der Hauptstadt Ugandas, im Schnittpunkt mehrere Slums und sozialer Brennpunkte.

Projektpartner:       Sharing Youth Centre
                                 Father Michael Mawelera
                                 Kampala / UGANDA

Projektbeschreibung:
Das "Sharing Youth Centre" ist das größte Jugendzentrum in Kampala. Es ist eine Einrichtung der Erzdiözese Kampala und wurde bereits vor fast 30 Jahren von einem Missionar des Ordens der Afrikamissionare Weiße Väter gegründet. Es liegt direkt in einem der größten sozialen Brennpunkte der ugandischen Hauptstadt.

Das "Sharing Youth Centre" bemüht sich Jugendliche mit verschiedensten Angeboten von der Straße zu holen, ihnen eine sinnvolle Aufgabe zu geben und obendrein eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Es gibt vielfältige Angebote in den Bereichen Sport, Musik und Theater. Die Basketballmannschaft gehört zu den erfolgreichsten in Uganda.

Das Jugendzentrum bietet auch Ausbildungsplätze für Schreiner, Metallarbeiter, Köche, Hauswirtschaftlerinnen und Schneiderinnen. Durch den eigenen Catering-Betrieb kann sich das Zentrum teilweise selbst finanzieren. Ferner werden auch Nachhilfeunterricht und Computerkurse angeboten. Eine Bibliothek mit einem "stillen" Studierzimmer steht allen Besuchern des Hauses offen. Sie ist oft die einzige Rückzugsmöglichkeit für die Jugendlichen, um in Ruhe lernen zu können.

Das Jugendzentrum finanziert sich zum größten Teil selbst, denn die hauseigenen Handwerks- und Ausbildungsbetriebe erhalten zahlreiche Aufträge aus der Region. Daneben ist vor allem die große Veranstaltungshalle des Zentrums ständig für Hochzeiten, Empfänge und viel andere Veranstaltungen gebucht. Das Catering für die Veranstaltungen wird dabei natürlich von den angehenden Köche/innen und Hauswirtschaftler/innen gewährleistet.

Die HIV-Infektionsrate bei den Jugendlichen in Kampala ist sehr hoch. Viele Jugendliche haben Verwandte durch HIV/AIDS verloren und müssen sich zusätzlich um Familienmitglieder kümmern. Durch Alkoholmissbrauch, Drogen und Prostitution sind Kinder und junge Erwachsene auf der Straße ständig der Gefahr der Ansteckung mit dem Virus ausgesetzt. Um dieser großen Gefährdung der Zielgruppe des Jugendzentrums zu begegnen, bietet die Leitung des Hauses so genannte "Behaviour-Change-Programs" (Programme zur Verhaltensänderung) an.

Mit dieser Form der Präventionsarbeit hat man in Uganda bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt. Das Jugendzentrum bietet daher einen Anlaufpunkt für Fragen und Probleme. In den "Behaviour Change Programs" erfahren die Jugendlichen viel über die Gefahren und die Übertragungswege von HIV/AIDS.

Mit Rollenspielen und in Gesprächsrunden wird deutlich gemacht, welche Möglichkeiten es gibt, um sich vor einer Infektion zu schützen, und dass man dies am besten durch Änderung des eigenen Sexualverhaltens erreicht. Diese Angebote geben den jungen Menschen die Chance, sich intensiv mit der eigenen Situation, den Problemen ihrer Gesellschaft und den Gefahren von HIV/AIDS auseinander zu setzen. Dabei wird vielen von ihnen erstmals bewusst, dass es vor allem in ihrer eigenen Verantwortung liegt, ob AIDS auch ihr Leben zerstören kann. Die Aktion übernimmt die Kosten für diese Präventionsworkshops.


Konkrete Zusammenarbeit mit dem Projekt

Aktuelle Förderung:

Übernahme der Kosten für je vier "Behavior-Change-Workshops" pro Jahr

Finanzierung:

3.000,00 EUR (2011-2013)

In Kontakt seit:

2002

Kooperationspartner:

Afrikamissionare Weiße Väter, Kampala