Was so alles dabei herauskommen kann, wenn man zehn "verrückte" Marathonis nach Afrika fahren lässt, dass zeigte sich jetzt am Pfingstsamstag in Witten. Während der Multiplikatorenreise des Marathonteams zum 50. Geburtstag der Aktion im November 2011 nach Uganda kam einer der Teilnehmer, Wolfgang Schuhmann, auf die Idee, die aufsteigende warme Luft dazu nutzen, um Energie zu erzeugen!
Tja, und irgendwie zündete die Idee! Das lag wohl auch daran, dass es mit Peter Gotzian im Kreis der Marathonis jemanden gab, der sich beruflich mit dem Bau von "Anlagen" und Steurungssystemen auskennt. Es verging kaum ein Abend, an dem nicht gefachsimpelt wurde, wie man eine solche Idee mit einfachen Mitteln und möglichst preiswert umsetzen könnte, damit man eine solche Technologie zur Energieerzeugung in Afrika einsetzen kann.
Auch die "technischen Laien" im Team begeisterten sich für das Projekt, und so traf man sich jetzt am letzten Samstag, um einen ersten Prototypen des "Aufwindkraftwerkes" zu bauen. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Uganda-Marathonis von Justus, einem ugandischen Doktoranten der Uni Bochum, sowie von Lennart und Hendrik, zwei Technik-Freaks des Neuen Gymnasiums Bochum.
Nach mehreren Stunden intensiven Sägens, Schraubens, Hämmers und Feilens wurde das "Kraftwerk" am Nachmittag hinter Peters Werkstatt im Garten aufgestellt, der Kamin angebracht und Messgeräte installiert. Natürlich waren alle sehr gespannt, ob denn nun auch messbarer "Strom" dabei herauskommt?
Okay, Strom fließt! Aber unsere Chefkonstrukteure Wolfgang und Peter waren mit den Strommenge noch nicht besonders zufrieden. Jetzt geht's in die Testphase, sprich: Mit einem angeschlossenen Computer werden Daten im Dauerbetrieb gesammelt und Änderungen am Kamin, der Anzahl der Ventilatoren und der zu erhitzenden Luftmenge vorgenommen! Es ist halt ein Prototyp und bis zur Seriernreife noch ein Stück Weg! Aber, da soll keiner sagen, Marathonis hätten es nicht drauf!







