Dass sich Steigungen bei einem Marathon in der ugandischen Hauptstadt Kampala nicht vermeiden lassen, war allen Mitgliedern des Marathonteams der Aktion Canchanabury gleich bei Ihrer Ankunft vor10 Tagen klar. Aber wie herausfordernd die Strecke des MTN-Marathons am Sonntag wirklich sein wird, sahen sie erst gestern. Denn gemeinsam mit ugandischen Läufern fuhren sie den 42,195 km langen Rundkurs bzw. die Halbmarathonstrecke ab.
Das tat der Stimmung im Team aber keinen Abbruch. Alle sind weiterhin sehr optimistisch, den „Lauf der endlosen Hügel“ zu schaffen. Dafür werden am Sonntag auch die Fan-Clubs aus den verschiedenen Aids-Waisen-Projekten der Bochumer Hilfsorganisation sorgen, die aus ganz Uganda anreisen werden. 53 Waisen und ihre Betreuer wollen sogar in den pinkfarbenen Laufshirts am Halbmarathon und dem 10-km-Lauf teilnehmen.
Der Lauf wird für die zehn Marathonis der Aktion der Abschluss einer sehr spannenden und erlebnisreichen Rundtour durch das ostafrikanische Land sein. In den letzten zehn Tagen haben sie verschiedene Aids-Waisen-Projekte besucht, sich über die HIV/Aids-Problematik in Uganda informiert, mit Projektpartnern der Aktion diskutiert und viel über die Sorgen und Nöte der Betroffenen erfahren. Am meisten bewegt und beeindruckt haben die Bochumer Marathonis aber die zahlreichen persönlichen Begegnungen mit den Waisen und den Menschen, die sich um diese Kinder kümmern.
Das Motto der Marathon-Initiative „Wir laufen für Aids-Waisen“ hat für die Gruppe jetzt konkrete Gesichter bekommen. Allein deshalb werden sie am Sonntag den Marathon schaffen. In den letzten Tagen haben sie auch ugandische Läufer kennengelernt und gemeinsam mit ihnen trainiert. Auch von ihnen werden wahrscheinlich einige „Pretty in Pink“ starten.
Das Interesse an den Läuferinnen und Läufern aus Deutschland, die sich für Aids-Waisen engagieren und dafür sogar so „scheußliche“ Laufshirts tragen, ist hier in Kampala riesengroß. Sie werden überall nur noch die „Pink Running Group“ genannt und müssen ständig Interviews geben.






