Da staunten Autofahrer und Passanten an der Kreuzung vor dem Bochumer Schauspielhaus nicht schlecht: Afrikanische und europäische Frauen tauschten mitten auf der Straße hochwertige Kaffeebohnen gegen gefrorene Hühnerteile.
Mit dieser Straßenaktion der Kampagne Gemeinsam für Afrika wollte die Aktion Canchanabury anlässlich des Internationalen Afrika-Tages auch in Bochum auf ungerechte Handelsbeziehungen und die Ursachen von Armut aufmerksam machen.
Zeitgleich demonstrierten in München, Würzburg, Frankfurt, Aachen, Bonn, Köln, Berlin, Hamburg und Leipzig Afrikanerinnen und Europäerinnen mit einem symbolischen Lebensmittel-Tausch für gerechtere internationale Handelsbeziehungen.
Mit den demonstrativen Auftritten während der morgendlichen Hauptverkehrszeit greifen die Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam für Afrika ein Beispiel der Ursachen von Afrikas Armut auf: ungerechte Handelsbeziehungen. Billigimporte europäischen Geflügels ruinieren die lokale Produktion in Afrika, die einheimischen Märkte und damit die Lebensgrundlage vieler Menschen.
Geflügelteile, die in Deutschland fast unverkäuflich sind - wie Rücken, Hals und Innereien –, konkurrieren mit dem heimischen Geflügelangebot. Afrikanische Länder kritisieren, dass sie keine Möglichkeit haben, ihre Märkte zu schützen. Um sich selbst aus der Armut zu befreien, müssen die weltweiten Handelsstrukturen gerecht gestaltet werden.
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